Traditionsunternehmen FRIEBA meldet nach 100 Jahren überraschend Insolvenz an
Traditionsunternehmen FRIEBA meldet nach 100 Jahren überraschend Insolvenz an
FRIEBA, traditioneller Textilhersteller aus Wuppertal, meldet nach über 100 Jahren Insolvenz an
Der langjährige Textilproduzent FRIEBA aus Wuppertal hat nach mehr als einem Jahrhundert Unternehmensgeschichte Insolvenz angemeldet. Trotz finanzieller Schwierigkeiten läuft die Produktion dank Insolvenzgeld weiter. Noch vor Ostern soll ein neuer Investor die Übernahme des Betriebs vollziehen.
Das Unternehmen wurde 1923 als Carl Friedrich Barmen Maschinenfabrik gegründet und hat sich auf Berufskleidung, Bänder, Schnüre und geflochtene Textilien spezialisiert. In der 2.800 Quadratmeter großen Fabrik arbeiteten einst 450 Beschäftigte, doch bis Anfang 2024 sank die Zahl auf 280 Mitarbeiter. Zwischen 2018 und 2023 ging das Produktionsvolumen zudem um etwa 25 Prozent zurück – bedingt durch steigende Energiekosten und Lieferkettenprobleme.
Hinzu kamen globale Marktveränderungen: Die Konkurrenz durch günstige asiatische Hersteller, veränderte Nachfrage nach der Pandemie und strengere EU-Nachhaltigkeitsvorgaben schwächten die Position von FRIEBA zusätzlich. Trotz dieser Herausforderungen läuft der Betrieb stabil, und die Belegschaft soll weiterhin motiviert sein.
Aktuell übernimmt die Bundesagentur für Arbeit die Lohnzahlungen über das Insolvenzgeld. Das Unternehmen strebt an, ab dem zweiten Quartal wieder eigenständig Gehälter zu zahlen. Erste Gespräche mit potenziellen Investoren verliefen vielversprechend, und noch kurz nach Ostern könnte ein Deal stehen, der die verbleibenden 20 Arbeitsplätze sichert.
Mit der Übernahme würde FRIEBA die Textilproduktion unter neuer Führung fortsetzen. Falls die Vereinbarung unterzeichnet wird, sind der Fortbestand des Betriebs und die Arbeitsplatzgarantie für die Belegschaft gesichert. Die Zukunft des Unternehmens hängt nun davon ab, ob der Investorenvertrag in den kommenden Wochen erfolgreich abgeschlossen wird.
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