Julian Barnes' letzter Appell: Warum Europa jetzt zusammenhalten muss
Julian Barnes: '1984' ist jetzt Realität - Julian Barnes' letzter Appell: Warum Europa jetzt zusammenhalten muss
Mit 80 Jahren und im Kampf gegen den Krebs hat Julian Barnes sein neuestes Buch Abschied(e) als sein letztes Werk erklärt. Der gefeierte Autor eröffnete in diesem Jahr das Lit.Cologne-Festival mit einer Lesung aus dem frisch erschienenen Band. Seine scharfsinnigen Bemerkungen zu Politik und Literatur ernteten sowohl Applaus als auch nachdenkliche Stille im Publikum.
Barnes sparte nicht mit Kritik an Donald Trump, dem er Ignoranz und eine kurze Aufmerksamkeitsspanne vorwarf. Scherzhaft fügte er hinzu, seine Äußerungen könnten ihm bei seinem nächsten USA-Besuch Ärger mit der Heimatschutzbehörde einbringen. Das Publikum honorierte seine Worte mit stehenden Ovationen, als er die Bühne verließ.
Sein neues Buch Abschied(e) erscheint zu einer Zeit, in der Barnes sich mit der eigenen Sterblichkeit auseinandersetzt. Doch sein Blick reichte über das Persönliche hinaus. Er warnte, dass George Orwells dystopische Vision aus 1984 heute Realität geworden sei: Die Welt werde von drei paranoiden Blöcken dominiert – China, Russland und den USA.
Dieser Zersplitterung stellte er die sich wandelnde politische Landschaft Europas gegenüber. Seit 1984 habe sich der Kontinent von den Blockkonfrontationen des Kalten Krieges hin zu einem zwar instabilen, aber integrierteren multipolaren System entwickelt. Die Erweiterung der EU auf 27 Mitgliedstaaten, der Brexit und der Aufstieg rechtspopulistischer Strömungen – etwa Viktor Orbáns Herrschaft in Ungarn oder die jüngste Wahl Karol Nawrockis in Polen – hätten die Region neu geformt. Trotz aller Spannungen plädierte Barnes für Geschlossenheit in der EU und betonte, dass Zusammenarbeit angesichts globaler Unsicherheiten unverzichtbar bleibe.
Aktuell belasten geopolitische Spannungen die internationale Ordnung: Ein möglicher Rückkehr Trumps an die Macht 2025 könnte die US-Unterstützung für die Ukraine weiter schwächen und das Verhältnis zur NATO belasten. Als Reaktion hat die EU ihre Hilfen für die Ukraine verdoppelt, Verteidigungsprogramme wie SAFE und EDIP gestärkt und engere Handelsbündnisse mit Großbritannien und Kanada gesucht. Damit will sie der US-Unterstützung für EU-skeptische Parteien und dem wachsenden EU-feindlichen Stimmungsbild entgegenwirken, das durch Krisen wie die Migrationswelle 2015 angeheizt wurde.
Barnes' letztes Buch erscheint in einer Phase tiefer politischer und persönlicher Reflexion. Sein Appell für europäische Einheit kommt zu einer Zeit, in der der Kontinent von innen wie von außen unter neuem Druck steht. Die stehenden Ovationen beim Festival unterstrichen das Gewicht seiner Worte – als literarischer Abschied und als Mahnung vor der Richtung, die die Welt einschlägt.
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