Gewalt gegen Bahnmitarbeiter: Kampagne fordert mehr Solidarität und Schutz

Philipp Krüger
Philipp Krüger
2 Min.
Ein Schwarz-Weiß-Bild einer Zugkollision mit Menschen in Helmen drumherum, Strommasten, Bäumen, Gebäuden und einem klaren Himmel im Hintergrund.Philipp Krüger

Gewalt gegen Bahnmitarbeiter: Kampagne fordert mehr Solidarität und Schutz

"Nie vergessen: Hier arbeitet ein Mensch!" – Kampagne macht auf Gewalt gegen Bahnmitarbeiter aufmerksam

Eine neue Initiative rückt die Gefahren in den Fokus, denen Zugbegleiter und andere Beschäftigte im öffentlichen Dienst ausgesetzt sind. Unter dem Motto "Nie vergessen: Hier arbeitet ein Mensch!" soll die Kampagne Fahrgäste für die Misshandlungen sensibilisieren, die das Personal der Deutschen Bahn erleidet. Der Vorstoß erfolgt vor dem Hintergrund eines dramatischen Anstiegs von Übergriffen auf Mitarbeiter der Bahn: Allein im vergangenen Jahr wurden in Deutschland 1.708 Vorfälle gemeldet.

Mandy Brune, Zugbegleiterin aus Saerbeck, spricht offen über ihre Erfahrungen. Sie wurde verbal beschimpft, mit Gewalt bedroht und sogar in gefährlichen Situationen während des Dienstes im Stich gelassen. Am meisten belastet sie die Gleichgültigkeit der Fahrgäste, die oft lieber filmen, statt einzugreifen.

Brune liebt ihren Beruf nach wie vor, doch die passive Haltung der Umstehenden empört sie. Dennoch sieht sie erste Erfolge der Kampagne: Mittlerweile stellen sich einige Reisende schützend vor sie, wenn sie bedroht wird – eine Entwicklung, die sie als ermutigend bezeichnet.

Die Initiative stößt auf breite Unterstützung. Neithard von Böhlen, Vorsitzender der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) Nordrhein-Westfalen, fordert strengere Schutzmaßnahmen. Dazu zählen unter anderem Doppelte Besetzungen bei Schichten, Körperkameras für Mitarbeiter und eine spezielle Staatsanwaltschaft für Straftaten gegen Zugbegleiter. Auch Brune hofft, dass sich künftig mehr Fahrgäste einsetzen – statt als stumme Zeugen wegzuschauen.

Hintergrund der Kampagne sind alarmierende Zahlen aus dem Jahr 2023: Über 1.700 Angriffe auf Bahnmitarbeiter wurden bei der Polizei angezeigt. Mit Forderungen nach besseren Sicherheitsvorkehrungen und mehr öffentlicher Aufmerksamkeit will die Initiative die Gewalt eindämmen und die Arbeitsbedingungen verbessern. Zugbegleiter wie Brune sind nun auf die Solidarität der Fahrgäste angewiesen – und darauf, dass die Behörden handeln.

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