Weiße Ellipsen auf Straßen reduzieren Motorradunfälle um 42 Prozent
Jonas SchmittWeiße Ellipsen auf Straßen reduzieren Motorradunfälle um 42 Prozent
Weiße elliptische Straßenmarkierungen erweisen sich als wirksam bei der Verringerung von Motorradunfällen auf gefährlichen Kurven. In Österreich haben diese einfachen visuellen Hilfen die Verletzungsunfälle an besonders riskanten Stellen um 42 Prozent reduziert. Nun erweitert Nordrhein-Westfalen ihre Nutzung auf weitere Strecken im Kreis Euskirchen.
Die Idee hinter den Markierungen ist simpel: Sie helfen Motorradfahrern, Kurven sicherer zu durchfahren. Indem sie die Fahrer auf die richtige Linie lenken, fördern die weißen Ellipsen niedrigere Kurvengeschwindigkeiten. Auf der deutschen Panoramastraße (L218) gab es seit ihrer Anbringung keine schweren Unfälle mehr.
Die Ergebnisse in Österreich sind ebenso beeindruckend. An acht Hochrisiko-Standorten sanken die Verletzungsunfälle durch die Markierungen um 42 Prozent – oder sogar um 56 Prozent, wenn man das Jahr ihrer erstmaligen Aufbringung mit einbezieht. Dieser Erfolg sticht besonders hervor, wenn man ihn mit ähnlichen Straßen ohne Markierungen vergleicht: Dort stiegen die Unfälle im gleichen Zeitraum um etwa 10 Prozent.
Angesichts dieser Zahlen hat Nordrhein-Westfalens Verkehrsminister Oliver Krischer nun die Ausweitung auf zwei weitere Strecken im Kreis Euskirchen genehmigt. Ziel ist es, die Sicherheitsvorteile zu übertragen, die andernorts bereits erreicht wurden.
Die Erweiterung folgt klaren Belegen für die Wirksamkeit der Markierungen. Sie reduzieren nicht nur Unfälle, sondern kehren sogar den ansteigenden Trend bei vergleichbaren Straßen um. Da auf der L218 seit ihrer Einführung keine schweren Vorfälle mehr gemeldet wurden, hoffen die Verantwortlichen, dass die breitere Anwendung ähnliche Verbesserungen bringt.






