20 March 2026, 04:03

Arnsberg sucht dringend rechtliche Betreuer für wachsende Nachfrage im Alltag

Plakat mit Text "Beenden Sie die Arbeit: Gesundheit sollte ein Recht sein, nicht ein Privileg" und einer Karte mit der Aufschrift "Machen Sie niedrigere Gesundheitskosten permanent und schließen Sie die Lücke in der Gesundheitsversorgung für amerikanische Familien."

Arnsberg sucht dringend rechtliche Betreuer für wachsende Nachfrage im Alltag

Arnsberg steht vor wachsendem Bedarf an rechtlicher Betreuung, da immer mehr Einwohner Unterstützung bei Alltagsaufgaben, Wohnfragen und behördlichen Angelegenheiten benötigen. Die Stadt hat eine neue Kampagne gestartet, um professionelle Betreuer zu gewinnen und Bürger zu motivieren, Vorsorgevollmachten zu errichten. Ziel ist es, dass hilfsbedürftige Menschen würdevoll und individuell begleitet werden – und dabei so lange wie möglich selbstbestimmt leben können.

Der Bedarf an rechtlichen Betreuern in Arnsberg ist in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Eine alternde Bevölkerung und die zunehmende Abhängigkeit von Hilfe im Alltag belasten die bestehenden Strukturen. Gleichzeitig scheiden viele erfahrene Betreuer aus dem Berufsleben aus, was den Mangel an qualifizierten Fachkräften verschärft.

Seit Januar 2023 arbeitet das Betreuungsamt der Stadt auf Grundlage des Betreuungsorganisationsgesetzes (BtOG) mit nur 2,5 Vollzeitstellen. Das kleine Team kommt angesichts der steigenden Nachfrage kaum nach: Bereits 874 Menschen in Arnsberg werden von freiberuflichen oder vereinsgebundenen Betreuern versorgt, darunter Organisationen wie die Diakonie Ruhr Hellweg oder der Sozialdienst katholischer Frauen Hochsauerlandkreis. Wie viele Fachkräfte genau für diese Träger tätig sind, bleibt unklar.

Um die Lücke zu schließen, startet die Stadt nun eine Öffentlichkeitskampagne. Diese soll über die Bedeutung von Vorsorgevollmachten aufklären und mitmenschlich engagierte Bürger gewinnen, die eine Betreuung übernehmen möchten. Kostenlose Informationsveranstaltungen finden in Arnsberg, Neheim und Hüsten statt – mit Musterdokumenten und Beglaubigungsdienstleistungen für alle, die vorsorgen wollen.

Das Betreuungsamt entwickelt zudem langfristige Strategien, um künftigen Engpässen vorzubeugen. Im Mittelpunkt steht dabei, die Selbstständigkeit der Bürger zu bewahren und gleichzeitig die notwendige Unterstützung zu gewährleisten.

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Die Kampagne bietet praktische Hilfsmittel, um Vorsorgevollmachten zu erstellen, und wirbt neue Betreuer an. Angesichts weiter steigender Nachfrage will die Stadt ein stabiles Unterstützungssystem für hilfsbedürftige Menschen aufbauen – mit dem Ziel, professionelle Fürsorge und persönliche Würde im Alltag in Einklang zu bringen.

Quelle