30 March 2026, 10:05

Solarförderung-Stopp gefährdet kleine Photovoltaik-Projekte in Mehrfamilienhäusern

Plakat, das eine 2023er Steuergutschrift von bis zu 30% für die Kosten einer Dachsolaranlage bewirbt, mit Bäumen und einem Gebäude mit Solarpanelen im Hintergrund.

Solarförderung-Stopp gefährdet kleine Photovoltaik-Projekte in Mehrfamilienhäusern

Eine geplante Änderung der Solarstrom-Förderung könnte kleine Photovoltaik-Projekte in Mehrfamilienhäusern hart treffen. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) plant, die EEG-Einspeisevergütung für kleine Solaranlagen abzuschaffen. Experten warnen nun, dass dieser Schritt die Wirtschaftlichkeit solcher Systeme in kleineren Wohngebäuden gefährden könnte.

Die Warnung stammt aus einer Studie von Andreas Fischer und Ralph Henger vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Köln. Ihre Forschung, die im Rahmen des Kopernikus-Projekts Ariadne unter Leitung des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) entstand, untersuchte die Auswirkungen von Förderkürzungen. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Mieterstromprojekte in Häusern mit weniger als fünf Wohneinheiten ohne die EEG-Unterstützung unrentabel werden könnten.

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Die Funke-Mediengruppe griff die Studie in ihren Freitagsausgaben auf. Zwar gibt es keine genauen Zahlen zu kleinen Solaranlagen in solchen Gebäuden, doch bis 2023 waren offiziell rund 5.400 Mieterstromanlagen registriert. Die tatsächliche Zahl dürfte jedoch deutlich höher liegen, da viele Projekte nicht erfasst werden.

Die EEG-Förderung war bisher ein entscheidender Faktor, um kleine Solarprojekte wirtschaftlich attraktiv zu machen. Ihr Wegfall würde viele Hausbesitzer und Mieter mit höheren Kosten belasten und könnte weitere Installationen ausbremsen.

Die geplante Kürzung der Subventionen könnte die Zahl neuer Solarprojekte in kleineren Wohnhäusern verringern. Ohne finanzielle Unterstützung dürften viele Initiativen Schwierigkeiten haben, die Gewinnschwelle zu erreichen. Nun liegt die Entscheidung bei den Politikern, die die wirtschaftlichen Folgen gegen die Ziele der Energiewende abwägen müssen.

Quelle