31 March 2026, 02:04

NRW scheitert an Bildungszielen trotz Rekordhaushalt – DGB warnt vor dramatischen Folgen

Balkendiagramm, das den staatlichen und kommunalen Bildungsausgaben nach Bundesländern zeigt, mit unterschiedlich hohen Balken, die die Ausgaben darstellen.

DGB fordert mehr Geld für Schulen in NRW trotz Rekordbudget - NRW scheitert an Bildungszielen trotz Rekordhaushalt – DGB warnt vor dramatischen Folgen

Eine neue Studie deckt gravierende Mängel bei der Bildungsfinanzierung in Nordrhein-Westfalen (NRW) auf. Der vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) in Auftrag gegebene Bericht zeigt, dass die Schulen im Land trotz Rekordausgaben kaum in der Lage sind, grundlegende Standards zu erfüllen. Experten warnen: Ohne deutliche Investitionen bleiben bildungspolitische Ziele unerreichbar.

Die Untersuchung des Finanzexperten Torsten Windels belegt, dass die Ausgaben für Bildung in NRW nicht mit dem allgemeinen Haushaltswachstum Schritt gehalten haben. In den vergangenen zwölf Jahren lag die Investitionsquote des Landes bei nur 10,1 Prozent – deutlich unter den Werten Bayerns (16,2 Prozent) und Baden-Württembergs (15,4 Prozent). DGB-Landeschefin Anja Weber kritisierte die Landesregierung scharf: Die Realität an den Schulen widerspreche den offiziellen Fortschrittsbekundungen.

Besonders prekär ist die Lage im Ruhrgebiet. Hier verfehlt etwa ein Drittel der Grundschülerinnen und Grundschüler die Mindeststandards in Deutsch und Mathematik, bevor sie auf weiterführende Schulen wechseln. Bis zum Ende der zehnten Klasse erreichen 85 Prozent nicht die geforderten Sprachkompetenzen. Die Studie prognostiziert zudem, dass der Bedarf an sonderpädagogischer Förderung bis 2025/26 auf 8,2 Prozent ansteigen wird.

Windels fordert das Land zum schnellen Handeln auf und empfiehlt, die finanzielle Spielräume NRWs zu nutzen sowie eine Milliarde Euro aus einem Sondervermögen abzurufen. Der DGB schätzt, dass in den kommenden zehn Jahren öffentliche Investitionen in Höhe von 156 Milliarden Euro nötig sein werden, um das Land zukunftsfähig zu machen. Trotz eines Haushalts von über 43 Milliarden Euro für Schulen, Hochschulen und Kitas im Jahr 2026 argumentiert der Gewerkschaftsbund, dass die aktuellen Mittel nicht ausreichen, um die Kernprobleme zu lösen.

Die Ergebnisse unterstreichen die wachsende Kluft zwischen den bildungspolitischen Ansprüchen NRWs und den tatsächlichen finanziellen Verpflichtungen. Ohne einen deutlichen Investitionsschub droht das Land Zehntausenden Schülerinnen und Schülern keine angemessene schulische Bildung bieten zu können. Nun liegt es an der Politik, auf den dringenden Appell des DGB zu reagieren und die notwendigen Mittel bereitzustellen.

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