NRW verschärft Maßnahmen gegen Afrikanische Schweinepest nach 170 neuen Fällen
Philipp KrügerNRW verschärft Maßnahmen gegen Afrikanische Schweinepest nach 170 neuen Fällen
Nordrhein-Westfalen weitet Kampf gegen Afrikanische Schweinepest aus
Nach neuen Fällen der Afrikanischen Schweinepest (ASP) verschärft Nordrhein-Westfalen seine Gegenmaßnahmen. Im Kreis Olpe und im Kreis Siegen-Wittgenstein wurden rund 170 infizierte Wildschweine entdeckt, was strengere Eindämmungsmaßnahmen erfordert. Ein zentraler Bestandteil der Reaktion ist die Verlängerung des bestehenden Schutzzauns um 25 Kilometer in der Nähe von Heinsberg.
Das aktuelle Kerngebiet der Sperrzone umfasst etwa 143.000 Hektar und ist von rund 114 Kilometern Zaun umgeben. Um die Ausbreitung des Virus zu stoppen, werden nun zusätzliche Zaunabschnitte errichtet und die Kernzone erweitert. Diese Schritte folgen dem Fund infizierter Wildschweine außerhalb des bisher gesicherten Bereichs.
Koordinierte Jagdaktionen sollen die Population der Wildschweine im Kerngebiet verringern. Gleichzeitig durchsuchen Drohnen und Suchtrupps sowohl das eingezäunte Gebiet als auch angrenzende Regionen nach Kadavern. Mit dieser intensiven Suche sollen mögliche Infektionsquellen beseitigt werden, bevor sich das Virus weiter ausbreitet.
Das Land hat zudem einen Wechselbrief eingeführt, um die Kosten für Landwirte und lokale Behörden zu decken, die ASP-Maßnahmen umsetzen. Während andere Bundesländer wie Brandenburg einen Rückgang der Fälle verzeichnen – dort wurden die Sperrzonen bis Ende 2025 aufgehoben – kämpft Nordrhein-Westfalen weiterhin mit aktiven Ausbrüchen.
Der verlängerte Zaun und verschärfte Jagdregeln bilden das Rückgrat der aktuellen Eindämmungsstrategie. Angesichts von 170 bestätigten infizierten Tieren setzen die Behörden auf schnelle Erkennung und Bestandsregulierung. Die Maßnahmen bleiben so lange in Kraft, bis das Virus in der Region nicht mehr nachgewiesen wird.






