28 April 2026, 14:19

New York feiert Robert Rauschenbergs radikales Erbe mit Ausstellungen und Tanz

Gemälde einer belebten Straße in New York City mit Passanten, Fahrzeugen, einem Gebäude im Hintergrund und Text unten.

New York feiert Robert Rauschenbergs radikales Erbe mit Ausstellungen und Tanz

New York feiert den 100. Geburtstag des Künstlers Robert Rauschenberg mit zwei großen Ausstellungen und einer Tanzperformance. Das Guggenheim-Museum präsentiert eine intime Schau rund um sein monumentales Collage-Werk Barge von 1963, während das Museum of the City of New York seinen fotografischen Werken nachspürt. Unterdessen hat die Trisha Brown Dance Company Dancing with Bob wiederaufgeführt – eine Hommage an seine bahnbrechenden Kooperationen mit der Avantgarde-Szene der Stadt.

Die Jubiläumsausstellung im Guggenheim rückt Barge in den Mittelpunkt, eine fast zehn Meter lange Collage, die Rauschenbergs eigene Fotografien, gefundene Bilder und Schablonentexte vereint. Vor sechs Jahrzehnten entstanden, spiegelt das Werk die chaotische Energie New Yorks wider und fügt Fragmente des städtischen Lebens zu einem einzigen, ausufernden Kunstwerk zusammen. Die Schau greift ausschließlich auf Bestände aus der eigenen Sammlung des Museums zurück und ermöglicht so einen nahen Blick auf einen Künstler, der die moderne Kreativität neu definierte.

Nur wenige Blocks entfernt lenkt das Museum of the City of New York den Fokus auf Rauschenbergs Fotografie, die er als Rohmaterial für seine Kunst nutzte. Seine oft spontanen, ungeschliffenen Schnappschüsse hielten flüchtige Momente auf den Straßen fest und flossen später in Siebdrucke und Collagen ein. Diese Bilder wurden zu einem zentralen Bestandteil seines Schaffens und verkörpern den ruhelosen, ungestümen Geist der Stadt.

In den 1950er- und 60er-Jahren lebte und arbeitete Rauschenberg Seite an Seite mit Künstlern wie Jasper Johns und Agnes Martin in verlassenen Lagerhäusern am Wasser. Diese enge Gemeinschaft befeuerte seinen experimentellen Ansatz und führte zu Werken wie Dancing with Bob. Ursprünglich für eine Aufführung von Merce Cunningham konzipiert, integrierte das Stück auf der Straße gefundene Objekte und markierte Rauschenbergs ersten "Combine" – eine Verschmelzung von Malerei und Skulptur. Die Trisha Brown Dance Company hat die Produktion nun in New York und Hamburg neu inszeniert und ehrt damit sein Erbe sowie das goldene Zeitalter der Avantgarde-Kunst in der Stadt.

Die Ausstellungen und Aufführungen fallen mit Rauschenbergs 100. Geburtstag zusammen und rücken seine radikale Vision erneut in den Blickpunkt. Barge bleibt im Guggenheim zu sehen, während seine Fotografien einen Einblick in die Stadt gewähren, die sein Werk prägte. Gemeinsam unterstreichen sie, wie seine grenzüberschreitenden Methoden die Möglichkeiten von Kunst erweiterten.

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