Staatliche Behörde sucht Fotos von Wolfskot - LANUV bittet Bürger um Hilfe bei der Wolfserfassung in NRW
Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) in Düsseldorf bittet die Bevölkerung um Mithilfe bei der Erfassung von Wölfen in Nordrhein-Westfalen (NRW). Durch das Einsenden von Fotos von Wolfslosung können Bürgerinnen und Bürger Fachleuten dabei helfen, die Ausbreitung dieser Tiere in der Region zu dokumentieren. Die Aktion richtet sich besonders an Menschen, die sich häufig in der Natur aufhalten – etwa Wanderer, Jäger oder Naturliebhaber.
Wolfslosung ist leicht zu erkennen: Sie ist mindestens 20 Zentimeter lang und 2,5 Zentimeter breit und enthält oft sichtbares Haar, Knochenstücke oder Überreste von Beutetieren. Da Wölfe ihren Kot nutzen, um Reviere zu markieren, bietet er Forschern wertvolle Hinweise.
Verdächtige Funde können über das "Wolfsportal" des LANUV hochgeladen werden. Erfüllen die Bilder die Kriterien, holt ein Mitarbeiter eine Probe für eine DNA-Analyse ab. Die Untersuchung zeigt, ob der Kot von einem bereits bekannten Wolf oder einem neuen Tier stammt.
Auch von Tieren, die mutmaßlich von Wölfen gerissen wurden, entnehmen Experten DNA-Proben – etwa über Speichelspuren. Diese Methode hat sich bereits in anderen Bundesländern bewährt. Zwischen 2021 und 2025 bestätigten genetische Tests bundesweit 28 Wolfsrudel und 47 Einzelgänger, mit den höchsten Zahlen in Brandenburg (12 Rudel), Sachsen (8 Rudel) und Niedersachsen (5 Rudel).
Das LANUV hat klare Leitlinien veröffentlicht, wie man Wolfslosung erkennt und warum die Forschung wichtig ist. Ziel ist es, mehr Daten über die Wanderbewegungen und den Bestand der Wölfe in NRW zu sammeln. Das Projekt setzt auf die Mitarbeit der Bevölkerung, um das Wissen über die Aktivitäten der Tiere in der Region zu erweitern. Die DNA-Ergebnisse aus Losung und Speichelproben helfen den Behörden, neue Wölfe und bestehende Rudel zu verfolgen – eine wichtige Grundlage für den Artenschutz und das Wildtiermanagement in Nordrhein-Westfalen.






