31 March 2026, 04:04

Klimaschutz im Sozialsektor: Wie Caritas bis 2030 klimaneutral werden will

Plakat mit Text und Logo, das "Wir reduzieren die Treibhausgasemissionen um etwa eine Gigatonne bis 2030." zeigt.

Klimaschutz im Sozialsektor: Wie Caritas bis 2030 klimaneutral werden will

Klimaschutz rückt in Europas Sozial- und Wohlfahrtssektor in den Mittelpunkt

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Ab 2027 wird die neue CO₂-Bepreisung auch Gebäude und Verkehr erfassen – und damit Organisationen zwingen, ihre Emissionen zu senken, ohne die Kosten ausufern zu lassen. Gleichzeitig verstärkt die katholische Kirche ihr Engagement: Papst Franziskus treibt die klimapolitische Verantwortung als zentrale Mission voran.

Beim 3. Kölner Klimforum stand kürzlich die Rolle sozialer Immobilien im Kampf gegen den Klimawandel im Fokus. Wohlfahrtsverbände wie Caritas, das in Europa über 100.000 Gebäude betreibt, gelten als entscheidende Akteure. Krankenhäuser, Kindergärten und Pflegeheime könnten zu lokalen Vorreitern des Klimaschutzes werden – vorausgesetzt, sie erhalten die nötige Unterstützung.

Caritas hat sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: Bis 2030 sollen alle Einrichtungen und Dienstleistungen klimaneutral sein. Doch politische Hürden bleiben. Aktuelle Regelungen verbieten Sozialträgern, durch Stromeinsparungen entstandene Kostenvorteile zu nutzen – was Investitionen erschwert. Eva Maria Welskop-Deffaa, eine prägende Stimme der deutschen Sozialpolitik, betont die Vorreiterrolle von Papst Franziskus, der maßgeblich zum Pariser Klimaabkommen beigetragen habe.

Die große Herausforderung liegt nun darin, Klimaziele und Bezahlbarkeit in Einklang zu bringen. Soziale Einrichtungen brauchen Fördermittel, um Gebäude zu modernisieren, ohne die Kosten auf schutzbedürftige Mieter abzuwälzen. Caritas fordert die Politik auf, mehr Unterstützung zu leisten – damit Klimaschutz nicht nur Großkonzernen, sondern allen zugutekommt.

Die CO₂-Bepreisung ab 2027 wird zeigen, wie anpassungsfähig Europas Wohlfahrtssektor ist. Mit 100.000 Gebäuden in ihrer Verantwortung könnten Organisationen wie Caritas die Emissionen deutlich senken – doch nur, wenn finanzielle und politische Hindernisse ausgeräumt werden. Der Weg zur Klimaneutralität im Sozialbereich hat begonnen, doch sein Erfolg hängt von konkreten politischen Weichenstellungen ab.

Quelle