30 March 2026, 10:04

Hunderte protestieren in Bonn gegen sexualisierte Gewalt und fordern mehr Schutz

Eine Gruppe von Menschen hält ein Transparent mit der Aufschrift "Du kannst uns nicht unterkriegen, vereine dich widerstehe Feministin" auf einer Straße, mit einem Fahrrad in der Nähe und Luftballons im Hintergrund unter einem klaren blauen Himmel.

Hunderte protestieren in Bonn gegen sexualisierte Gewalt und fordern mehr Schutz

Hunderte Demonstrantinnen und Demonstranten gingen am Sonntag in Bonn auf die Straße, um gegen sexualisierte Gewalt zu protestieren. Die Kundgebung folgte einem größeren Marsch in Köln am Vortag, an dem sich mehr als 5.000 Menschen für dieselbe Sache versammelt hatten. Die Organisatoren in Bonn betonten, dass das Thema in der gesamten Rheinregion auf große Resonanz stoße.

Über 500 Protestierende versammelten sich vor dem alten Rathaus auf dem Bonner Marktplatz. Viele trugen Schilder mit prägnanten Botschaften, darunter eines mit der Aufschrift "Girls just wanna be safe" – eine Anspielung auf den bekannten Song von Cindy Lauper. Ein anderes Plakat verkündete "Wir sind wütend", was die Empörung unter den Teilnehmenden widerspiegelte.

Die Demonstration wurde von einem breiten Bündnis aus Stadtratsparteien organisiert: den Grünen, der CDU, der SPD und Volt. Rednerinnen und Redner forderten Männer auf, sich aktiv gegen frauenfeindliche Einstellungen zu stellen und Verantwortung für die Verhinderung von Gewalt zu übernehmen. Tim Achtermeyer, Co-Vorsitzender der Grünen in Nordrhein-Westfalen, kritisierte Bundeskanzler Friedrich Merz dafür, sich nicht stärker für bessere gesetzliche Schutzmaßnahmen für Frauen einzusetzen.

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Die Proteste fanden vor dem Hintergrund wachsender öffentlicher Besorgnis über Gewalt gegen Frauen statt. Eine aktuelle Untersuchung des Spiegel hatte zudem Vorwürfe digitaler Gewalt durch den Schauspieler Christian Ulmen gegen seine Ex-Frau, die Schauspielerin Collien Fernandes, thematisiert. Dennoch wurden in Deutschland in den vergangenen zwei Jahren keine neuen Bundes- oder Landesgesetze speziell gegen digitale Gewalt verabschiedet.

Die Bonner Demonstration reiht sich in eine Welle von Protesten in der Region ein. Die Organisatoren betonten die Notwendigkeit gesellschaftlichen Wandels und schärferer gesetzlicher Maßnahmen. Gleichzeitig halten die Forderungen nach konkreten Schritten an, während die öffentliche Empörung über Gewalt gegen Frauen weiter zunimmt.

Quelle