Essen prüft Olympische Bewerbung – Bürger entscheiden am 19. April
Deutschland hat noch kein offizielles Bewerbungsschreiben für die Olympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044 eingereicht. Zwar hat sich bisher keine Stadt formal beworben, doch in mehreren Regionen laufen bereits Gespräche. Nun lotet auch Essen seine Chancen aus – lokale Verantwortliche und Bürger sollen über eine mögliche Kandidatur entscheiden.
Im Mittelpunkt von Essens Bewerbungskonzept stehen vier zentrale Veranstaltungsorte: das Stadion an der Hafenstraße, die Grugahalle, die Messe Essen sowie das historische Welterbe Zollverein. Diese Locations würden bei einer Bewerbung als Austragungsstätten dienen. Die Olympischen Spiele könnten der Region erhebliche Investitionen in Sport, Infrastruktur und städtische Entwicklung bringen.
Oberbürgermeister Thomas Kufen diskutierte kürzlich gemeinsam mit Volker Lauer und Jonathan Abbenhaus in einer öffentlichen Veranstaltung über die Möglichkeiten Essens. Dabei betonten sie die Bereitschaft der Stadt, ein Großereignis dieser Dimension zu stemmen. Um die Unterstützung der Bevölkerung zu ermitteln, ist für den 19. April ein Bürgerentscheid angesetzt.
Auch andere Regionen ziehen eine Bewerbung in Betracht: Dortmund und Köln planen zwischen März und April 2026 Bürgerabstimmungen über ein gemeinsames Köln/Rhein-Ruhr-Projekt, an dem 16 Städte in Nordrhein-Westfalen beteiligt wären. Hamburg hat bereits ein eigenes Konzept vorgelegt. Bisher wurde jedoch noch keine formelle Bewerbung für eines der kommenden Spiele eingereicht.
Die Bemühungen, Schwung in die Initiative zu bringen, sind bereits sichtbar: Der Handball-Bundesligist TUSEM Essen nutzte sein jüngstes Heimspiel gegen die VfL Eintracht Hagen, um für die Olympische Bewerbung zu werben und die Fans zur Unterstützung aufzurufen.
Das Ergebnis des Essener Bürgerentscheids wird zeigen, ob die Stadt ihre olympischen Ambitionen weiterverfolgt. Bei einer Zustimmung könnte sich Essen als Kandidat für 2036, 2040 oder 2044 positionieren. Derzeit liegt der Fokus darauf, die öffentliche Unterstützung zu stärken und die Pläne zu konkretisieren, bevor ein offizieller Antrag gestellt wird.






