Cybertrading-Betrug: Wie Kriminelle mit falschen Krypto-Investments zuschlagen
Jonas SchmittCybertrading-Betrug: Wie Kriminelle mit falschen Krypto-Investments zuschlagen
Ermittler der Kriminalinspektion 23 warnen vor einer zunehmenden Betrugsmasche, den sogenannten Cybertrading-Betrug. Opfer werden dazu verleitet, in Kryptowährungen oder andere vermeintlich lukrative Anlagen über scheinbar professionelle Online-Plattformen zu investieren. Die Betrüger verschwinden anschließend oft mit dem Geld oder verlangen weitere Zahlungen für erfundene Gebühren.
Der Betrug beginnt meist mit unerbetenen Kontakten über soziale Medien oder Online-Werbung. Die Täter überreden ihre Opfer, eine erste Einzahlung – in der Regel zwischen 250 und 500 Euro – auf einer scheinbar seriösen Plattform zu tätigen. Anschließend fälschen sie hohe Renditen und setzen die Anleger unter Druck, weitere Gelder einzuzahlen. Tatsächlich werden jedoch nie Gewinne ausgezahlt.
In einem Fall investierte ein Mann aus Bonn über eine gefälschte Handelsplattform in Kryptowährungen. Als die Website später nicht mehr erreichbar war, erstattete er Anzeige bei der Polizei. Betrüger fordern mitunter auch zusätzliche Überweisungen für angebliche Steuern oder verschwinden einfach mit dem investierten Geld.
Die Behörden raten zur Vorsicht bei Versprechungen hoher Gewinne aus kleinen Investitionen. Sie empfehlen, unerbetene Nachrichten kritisch zu hinterfragen, Plattformen gründlich zu prüfen und keinen Fernzugriff auf den Computer zu gewähren oder sensible Daten an unbekannte Dritte weiterzugeben. Wer glaubt, Opfer eines solchen Betrugs geworden zu sein, sollte sich umgehend bei der örtlichen Polizei melden. Weitere Hinweise gibt es auf den Websites des Landeskriminalamts NRW und der Polizeilichen Kriminalprävention.
Ziel der Warnungen ist es, weitere finanzielle Verluste durch diese Betrugsform zu verhindern.






