Bistum Münster reformiert seine 660 Kindergärten bis 2027 mit regionalen gGmbHs
Lukas HartmannBistum Münster reformiert seine 660 Kindergärten bis 2027 mit regionalen gGmbHs
Das Bistum Münster reformiert die Unterstützung seiner 660 Kindergärten. Bis 2027 soll eine neue Struktur Verwaltungsaufgaben von den örtlichen Kirchengemeinden übernehmen. Verantwortliche begründen den Schritt mit veränderten staatlichen Förderbedingungen für die frühkindliche Bildung.
Aktuell arbeiten rund 10.600 pädagogische Fachkräfte und 840 Hauswirtschaftskräfte in den Kindergärten des Bistums. Um deren langfristige Finanzierung zu sichern, werden bis 2027 drei regionale gemeinnützige GmbHs (gGmbHs) gegründet. Diese decken die Region Niederrhein, die Stadt Münster mit den umliegenden Kreisen sowie die Kreise Borken, Coesfeld und Recklinghausen ab.
Jede örtliche Kirchengemeinde muss der Übertragung ihres Kindergartens in das neue gGmbH-System zustimmen. Der Diözesanadministrator Antonius Hamers bezeichnet die Umstrukturierung als "unvermeidlich" und verweist auf die Neuverteilung staatlicher Mittel für die Kinderbetreuung.
Die Änderungen orientieren sich am Vorbild des Erzbistums Köln, wo bereits die zentrale Trägerorganisation Katholino gegründet wurde. Als hundertprozentige Tochter des Erzbistums soll Katholino bis Ende 2027 alle 525 gemeindlichen Kindergärten übernehmen.
Das Bistum Münster hat für 2026 rund 39,5 Millionen Euro für seine Kindergärten eingeplant. Die neuen gGmbHs übernehmen künftig administrative Aufgaben, sodass sich die Kirchengemeinden auf Bildungs- und Seelsorgearbeit konzentrieren können. Ziel der Reform ist eine stabile Finanzierung der Kindergärten bei gleichzeitiger Entlastung der örtlichen Pfarreien. Mit den drei regionalen gGmbHs ab 2027 erwartet das Bistum ein effizienteres System. Die Umstrukturierung spiegelt einen größeren Wandel wider, wie katholische Einrichtungen die frühkindliche Bildung organisieren.






