20 March 2026, 08:05

Wie Seemannslieder und Kieler Werften einen Schriftsteller prägten

Ein antikes Buchcover mit einem Schiff unter vollen Segeln auf ruhiger See, mit klassischer Serifenschrift und gedämpften, sepiafarbenen Farben.

Wie Seemannslieder und Kieler Werften einen Schriftsteller prägten

Der Klang von Schiffen und dem Meer prägte die frühen Jahre eines Schriftstellers. Aufgewachsen in der Nähe der Kieler Werften war er von maritimem Leben umgeben – von Kriegsschiffen wie der Gorch Fock bis zu den schroffen Masten der Padua, die heute als Kruzenshtern bekannt ist. Diese Welt führte ihn auch zur Musik der Seemannslieder, einer Tradition, die in Deutschlands Hafenstädten tief verwurzelt ist.

Deutsche Seemannslieder, oder Seemannslieder, fanden im 19. und frühen 20. Jahrhundert Verbreitung. Matrosen, Hafenarbeiter und Besatzungsmitglieder in Kiel und Hamburg sangen diese Lieder, um Zusammenhalt zu stärken und die Sehnsucht nach der Heimat zu lindern. Die Melodien verbanden volkstümliche Traditionen mit den Rhythmen des Lebens auf See.

Berühmte Stimmen wie Hans Albers, der "blonde Hans", machten das Genre populär. In seinem Film Große Freiheit Nr. 7 von 1944 spielte er einen singenden Seemann, der sich nach dem Ozean sehnt. Auch Freddy Quinn, Lale Andersen und Jens-Peter Mickmann – bekannt für Lieder wie Fort vom Michel – trugen die Tradition weiter. Selbst lokale Gruppen wie das Akkordeonorchester Ostseekrabben aus Neustadt hielten die Musik am Leben, indem sie Seemannslieder mit anderen Stilen mischten.

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Für den Autor waren diese Lieder mehr als bloße Unterhaltung. Er sang zu Platten von Albers und Quinn mit, trat sogar kurzzeitig einem Kirchenchor bei, in dem auch ein Mitglied des Lotsen-Gesangvereins, eines Lotsen-Chors, sang. Die Anziehungskraft des Meeres, im Leben wie in der Musik, blieb eine ständige Begleiterin.

Die Padua, einst das letzte große Segelschiff Hamburgs, fährt noch heute unter neuem Namen und neuer Flagge. Die Lieder vom Meer aber leben fort, weitergegeben durch Generationen in Häfen und Chören. Für diejenigen, die mit ihnen aufwuchsen, bleiben diese Melodien untrennbar verbunden mit Erinnerungen an Schiffe, Küsten und den endlosen Horizont.

Quelle