Vodafone verdoppelt Preise für Neukunden – und führt versteckte Gebühren ein
Philipp KrügerFestnetzinternet wird für Neukunden teurer - Vodafone verdoppelt Preise für Neukunden – und führt versteckte Gebühren ein
Vodafone hat die Preise für Neukunden im Tarif GigaZuhause Kabel 50 erhöht – nach einer Einführungsphase verdoppelt sich die Gebühr nahezu. Zudem führt das Unternehmen neue Entgelte ein, darunter eine monatliche Miete für Router, die bisher kostenlos bereitgestellt wurden. Gleichzeitig könnte eine laufende Sammelklage wegen einer Preiserhöhung im Jahr 2023 betroffenen Kunden ohne weitere rechtliche Schritte Erstattungen bringen.
Bei den jüngsten Änderungen kostet der Tarif GigaZuhause Kabel 50 für Neukunden etwa 20 Euro monatlich in den ersten neun Monaten, danach steigt der Preis auf rund 40 Euro. Bisher zahlten neue Kunden etwa 10 Euro im Monat. Hinzu kommt nun eine Anschlussgebühr von 50 Euro, und der bisher kostenlose Vodafone-Station-Router schlägt mit etwa 4 Euro monatlich zu Buche.
Das Unternehmen hatte die Listenpreise im Festnetzbereich zuletzt 2023 angepasst und rund 10 Millionen Kunden mit einer Erhöhung von 5 Euro pro Monat belastet. Während die Listenpreise unverändert bleiben, haben sich die Aktionskonditionen verschoben. Ein Unternehmenssprecher begründete die Anpassungen mit branchenüblichen Regularien.
Parallel dazu hat eine Sammelklage gegen die Preiserhöhung von 2023 mehr als 100.000 Teilnehmer mobilisiert. Eine mündliche Verhandlung ist für Dezember 2025 angesetzt; bei Erfolg des Verfahrens könnten Kunden Rückerstattungen erhalten. Andere deutsche Anbieter haben kürzlich keine vergleichbaren Preisanpassungen vorgenommen – lediglich die Deutsche Telekom erhöhte ihre Magenta-Festnetztarife für Neukunden um 1 Euro monatlich und verwies auf Kosten für Netzausbau.
Die aktuellen Preisanpassungen von Vodafone betreffen vor allem Neukunden durch höhere Einstiegspreise und neue Gebühren. Der Ausgang der Sammelklage wird zeigen, ob auch Bestandskunden Entschädigungen erhalten. Die geringfügige Erhöhung der Telekom bleibt die einzige weitere aktuelle Anpassung in der Branche.






