20 June 2026, 02:04

Theaterfestival bricht mit mutigen Inszenierungen alle Besucherrekorde

Wiener Festwochen: Frieden kehrt zurück in den Zustand der Götter

Theaterfestival bricht mit mutigen Inszenierungen alle Besucherrekorde

Theaterfestival in diesem Jahr: Mutige Inszenierungen und Besucherrekord

Das diesjährige Theaterfestival präsentierte eine Mischung aus gewagten Produktionen und verzeichnete mit fast 196.000 Besuchern einen Rekordzuspruch – 91 Prozent der verfügbaren Plätze waren ausverkauft. Zu den Höhepunkten zählten Milo Raus monumentales Spektakel und Angélica Liddells intensive Darstellung.

Milo Rau zeigte Republik der Götter, eine fünfwöchige Produktion, die er selbst als das „größte Theaterstück aller Zeiten“ und eine „Weltpremiere“ bezeichnete. Weitere herausragende Werke waren Angélica Liddells Seppuku: Die Bestattung Mishimas oder die Lust am Sterben. Auch Patti Smiths Auftritte und Florentina Holzingers Pfingstspiel hinterließen bei den Zuschauern starken Eindruck.

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Das interaktive Stück Turn der Gob Squad erkundete auf Nina von Mechows Bühne das Thema des Doppelgängers. Thorsten Lensings Tanzende Idioten mit Ursina Lardi in der Rolle einer todkranken Frau erhielt großes Lob. Brigitta Muntendorfs Der Tag davor entwickelte sich zu einem kraftvollen Manifest gegen Gewalt.

Nicht alle Inszenierungen überzeugten: Susanne Kennedys Parsifal wirkte langsam und statisch, während Das tragische Schicksal der Sonata Nr. 2 als trockener Vortrag kritisiert wurde. Auch Nestervals Interpretation der Nibelungensage fand beim Publikum wenig Anklang.

Mit fast 196.000 Besuchern und einer Auslastung von 91 Prozent endete das Festival. Milo Raus visionäres Projekt und weitere bemerkenswerte Aufführungen machten die Veranstaltung zu einer unvergesslichen Theatersaison. Die Mischung aus Erfolgen und Fehlschlägen spiegelte die Risiken und Chancen künstlerischer Experimentierfreude wider.

Quelle