Stefan Zimkeit diskutiert mit Schülern über Bildungsgerechtigkeit und politische Verantwortung
Philipp KrügerStefan Zimkeit diskutiert mit Schülern über Bildungsgerechtigkeit und politische Verantwortung
Stefan Zimkeit, langjähriger Abgeordneter aus Sterkrade, traf kürzlich in der Landesvertretung von Nordrhein-Westfalen auf Schülerinnen und Schüler der achten Klasse der Gesamtschule Weierheide. Der Besuch erfolgte kurz nach seiner Ankündigung, 2027 nach 17 Jahren im Amt zurückzutreten – doch bis dahin wolle er sich weiterhin für mehr Bildungsgerechtigkeit einsetzen.
Zimkeit, der in der Nähe der Schule lebt, thematisierte während der Diskussion die räumlichen Herausforderungen der Einrichtung. Er betonte, dass die Wahl einer bestimmten Schulform nichts über die Intelligenz eines Kindes aussage, sondern vielmehr von dessen Startchancen und familiärem Hintergrund abhänge. Als ehemaliger Schüler der Gesamtschule Osterfeld kritisierte er Vorurteile gegenüber Gemeinschaftsschulen und lehnte eine pauschale Bewertung von Schülerinnen und Schülern nach Schulart ab.
Auf Nachfrage der Jugendlichen machte er deutlich, mit allen demokratischen Parteien zusammenzuarbeiten, lehne aber jeden Kontakt zur AfD ab, die er als rechtsextreme Kraft einordnete. Zudem warnte er davor, die Verantwortung für die Schulfinanzierung an die Stadt Oberhausen abzugeben, und forderte stattdessen mehr Landesmittel von NRW, um die Infrastruktur und Ausstattung der Schulen zu modernisieren.
Zimkeit lobte die Bundesregierung für die Freigabe großer Investitionsgelder und äußerte die Hoffnung, dass ein Großteil dieser Mittel in die Kommunen fließen werde – etwa für Bau- und Sanierungsprojekte vor Ort. Obwohl er seine Überzeugung für Bildungsgerechtigkeit unterstrich, fanden sich in den verfügbaren Quellen keine konkreten Initiativen oder Investitionen an Schulen wie der Gesamtschule Weierheide in den vergangenen fünf Jahren.
Das Gespräch mit den Schülerinnen und Schülern unterstrich Zimkeits Fokus auf eine gerechte Bildungspolitik in seinen verbleibenden Amtsjahren bis 2027. Seine Forderungen nach höheren Landeszuschüssen und die klare Distanz zur AfD setzen dabei deutliche Akzente. Ob seine Bemühungen jedoch spürbare Auswirkungen auf die Schulen vor Ort haben werden, hängt letztlich von den künftigen Haushaltsentscheidungen ab.






