SPD wirft CDU "Dilettantenpolitik" vor: Solingens Kulturprojekte in Gefahr
Jonas SchmittSPD wirft CDU "Dilettantenpolitik" vor: Solingens Kulturprojekte in Gefahr
Die Solinger SPD zeigt sich zunehmend verärgert über die wiederholten Angriffe der CDU auf Oberbürgermeister Tim Kurzbach. Parteivertreter warnen, dass der politische Streit mittlerweile die Zukunft der Stadt gefährde – insbesondere zwei bedeutende Kulturprojekte.
SPD-Fraktionschefin Iris Preuß-Buchholz bezeichnete die Vorwürfe der CDU als „Dilettantenpolitik“ und „mühsam konstruiert“. Zwar müsse ein Oberbürgermeister mit parteipolitischer Kritik rechnen, doch die aktuellen Auseinandersetzungen gefährdeten das Wohl der Stadt, so Preuß-Buchholz.
Besonders kritisch seien die laufenden Verhandlungen zum Zentrum für verfolgte Künste und zum Alten Bahnhof, wo öffentliche Konflikte den Fortschritt blockieren könnten. Beide Projekte seien auf externe Partner angewiesen – Fehltritte hätten hier gravierende Folgen. Preuß-Buchholz verteidigte Kurzbachs Vorgehen: Seine Berichte an Fraktionsspitzen und Kontrollgremien seien „vollkommen angemessen und professionell“.
Sie erinnerte zudem an einen früheren Vorfall, bei dem durch undichte Stellen gestiegene Kosten die Bürger belastet hätten. Als Beleg für die Handlungsfähigkeit des Oberbürgermeisters verwies sie auf die erfolgreiche Rettung der Ohligser Festhalle, eine komplexe Aufgabe, die Kurzbach souverän gemeistert habe.
Die SPD betont, dass die CDU mit ihrem Verhalten Solingens Verhandlungsposition in den entscheidenden Projekten untergrabe. Ohne behutsames Vorgehen drohe die Stadt wichtige Chancen für das Zentrum für verfolgte Künste und den Alten Bahnhof zu verlieren. Die Partei fordert ein Ende der Streitigkeiten – zum Wohl der Stadt.






