25 June 2026, 08:03

Solingen streitet über Lohnkürzungen für Krankenhauspersonal durch Servicegesellschaft

Krankenhaus: Bürgerinitiative verurteilt Lohn_dumping in Solingen

Solingen streitet über Lohnkürzungen für Krankenhauspersonal durch Servicegesellschaft

In Solingen ist ein Streit über Pläne zur Kürzung der Löhne von Krankenhausmitarbeitern entbrannt. Lokale Politiker und die Krankenhausleitung haben sich darauf verständigt, eine Servicegesellschaft zu gründen, um Tarifverträge zu umgehen. Kritiker haben sich nun gegen diesen Schritt ausgesprochen.

Das Krankenhaus und die politischen Verantwortlichen in Solingen einigten sich auf die Gründung einer neuen Servicegesellschaft. Diese Konstruktion würde es ermöglichen, verbindliche Tarifregelungen zu umgehen. Die Entscheidung stößt bei lokalen Gruppen auf scharfe Kritik.

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Heinz Bender, Sozialexperte der Bürgergemeinschaft für Solingen (BfS e.V.), warnt, dass die Lohnkürzungen die Motivation der Belegschaft untergraben würden. Martin Bender, Vorsitzender der BfS, hinterfragte, wie die SPD solche Maßnahmen in Zeiten hoher Inflation unterstützen könne. Er verwies auf die Ironie, dass ausgerechnet ein sozialdemokratischer Oberbürgermeister die Initiative anführt.

Jan Michael Lange, Fraktionsvorsitzender der BfS, lobte die Grünen für ihre Ablehnung des Plans des Oberbürgermeisters. Gleichzeitig kritisierte er den konservativen Vorsitzenden des Aufsichtsrats für dessen Unterstützung des Vorhabens.

Die geplante Servicegesellschaft soll Tarifverträge aushebeln. Kritiker warnen, dass die Kürzungen die Arbeitsmoral der Beschäftigten und das öffentliche Vertrauen beschädigen könnten. Die Debatte zeigt die Spannungen zwischen Sparmaßnahmen und fairen Arbeitsstandards auf.

Quelle