Solingen gedenkt 30 Jahre nach dem rassistischen Brandanschlag mit bewegenden Ehrungen
Philipp KrügerSolingen gedenkt 30 Jahre nach dem rassistischen Brandanschlag mit bewegenden Ehrungen
Solingen gedenkt am 29. Mai 2023 des 30. Jahrestags des Brandanschlags. Die Stadt hat eine Reihe von Veranstaltungen organisiert, um der Opfer und Überlebenden des tragischen Vorfalls zu gedenken. Zu den Ehrungen gehört die Umbenennung des Mercimek-Platzes in Mevlüde-Genç-Platz am Vortag – eine Würdigung der engagierten Opferfürsprecherin.
Am 28. Mai 2023 wird der Mercimek-Platz offiziell in Mevlüde-Genç-Platz umbenannt. Damit wird das langjährige Engagement von Mevlüde Genç gewürdigt, die sich seit Jahrzehnten für die Betroffenen des Anschlags einsetzt.
Die zentralen Gedenkfeiern beginnen am 29. Mai um 14:00 Uhr im Theater und Konzerthaus Solingen. Bürgermeister Tim Kurzbach hat rund 600 Gäste eingeladen, darunter Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und weitere hochrangige Politiker. Im Anschluss an einen Gedenkakt wird die Stadt Stelen mit Porträts der Opfer enthüllen.
Ebenfalls am 29. Mai eröffnet die Ausstellung „Den Opfern ein Gesicht, den Überlebenden eine Stimme geben“. Der Tag klingt mit einem stillen Marsch zur Mildred-Scheel-Schule aus. Für ältere und mobilitätseingeschränkte Teilnehmer stehen Shuttle-Dienste bereit.
Die Veranstaltungen sollen an die Verstorbenen erinnern und die Betroffenen unterstützen. Die Umbenennung des Platzes und die neue Ausstellung werden als bleibende Zeichen des Gedenkens dienen. Vertreter aus Politik und Öffentlichkeit kommen zusammen, um über die Tragödie und ihre Folgen zu reflektieren.






