Schwerwiegende Arbeitsrechtsverstöße auf Bielefelder Schulbaustelle entdeckt
Ida MüllerSchwerwiegende Arbeitsrechtsverstöße auf Bielefelder Schulbaustelle entdeckt
Bei einer großangelegten Kontrolle auf einer Schulbaustelle in Bielefeld sind zahlreiche Verstöße gegen das Arbeitsrecht aufgedeckt worden. Beamte des Hauptzollamts Bielefeld führten die Überprüfungen am 1. Oktober 2025 an der Martin-Niemöller-Gesamtschule im Stadtteil Schildesche durch. An der Aktion waren rund 40 Mitarbeiter der Finanzkontrollen Schwarzarbeit (FKS) der Standorte Bielefeld und Herford beteiligt.
Während der Kontrolle wurden 58 Beschäftigte von 13 verschiedenen Unternehmen zu ihren Arbeitsbedingungen befragt. Die Prüfung ergab in 37 Fällen Unregelmäßigkeiten, die nun weiter untersucht werden. Der Großteil davon – insgesamt 31 Fälle – betraf unterbliebene oder verspätete Meldungen von Sozialabgaben an die Behörden.
Drei weitere Fälle bezogen sich auf Verstöße gegen den Mindestlohn, drei weitere auf den Verdacht von Sozialleistungsbetrug. Da die betroffenen Unternehmen nicht in den Zuständigkeitsbereich des Bielefelder Hauptzollamts fallen, werden die Fälle nun an die jeweils zuständigen Regionalzollstellen zur weiteren Bearbeitung übergeben.
Im Rahmen der Aktion wurden 23 formelle Verfahren gegen die beteiligten Baufirmen eingeleitet.
Die Ergebnisse deuten auf mögliche Verstöße gegen arbeitsrechtliche Vorschriften auf der Baustelle hin. Die Behörden werden die Fälle nun über die zuständigen Zollstellen weiterverfolgen. In den ersten Berichten wurden keine konkreten Firmennamen genannt.






