Schüler werden zu Verkehrspolizisten für mehr Sicherheit vor Schulen
Jonas SchmittSchüler werden zu Verkehrspolizisten für mehr Sicherheit vor Schulen
Schüler in Deutschland setzen sich aktiv für mehr Verkehrssicherheit vor ihren Schulen ein
Am 16. Juni unterstützten Viertklässler der Grundschule Fellinghausen die örtliche Polizei bei der Verkehrskontrolle rund um ihre Schule. Der Einsatz erfolgte vor dem Hintergrund eines deutlichen Anstiegs von Kinderverletzungen durch Verkehrsunfälle in der Region.
Die Initiative wurde ins Leben gerufen, nachdem im vergangenen Jahr 99 Kinder bei Verkehrsunfällen verletzt worden waren – ein Anstieg um 74 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Viele der Vorfälle ereigneten sich auf dem Schulweg oder bei außerschulischen Aktivitäten. Die Behörden beschlossen, Kinder direkt in die Verkehrskontrollen einzubinden, um das Bewusstsein für die Problematik zu schärfen.
Am 16. Juni halfen die Schüler den Beamten dabei, Geschwindigkeitsüberschreitungen und die korrekte Nutzung von Kindersitzen zu überprüfen. Fast 120 Autofahrer wurden angehalten: 36 erhielten freundliche Hinweise wegen kleinerer Verstöße, 81 bekamen Dankesnotizen für vorbildliches Verhalten. Bußgelder wurden nur bei schweren Verstößen verhängt.
Ein ähnlicher Einsatz fand bereits am 11. Juni in Wilnsdorf statt, wo fünf Fahrer an die Verkehrsregeln erinnert und 30 für ihre Regeltreue belohnt wurden. Landrat Andreas Müller lobte das Engagement der Kinder, die das Kontrollteam tatkräftig unterstützten. Polizeidirektor Marcel Zirnsak betonte, dass ihre Anwesenheit den Autofahrern die realen Folgen rücksichtslosen Verhaltens vor Augen führte.
Im Fokus der Kontrollen standen die Reduzierung von Raserei und die Verbesserung der Kindersitz-Sicherheit. Durch die Einbindung der Schüler hoffen die Behörden, eine nachhaltige Wirkung auf das Fahrverhalten zu erzielen. Die Ergebnisse sollen zeigen, ob solche Aktionen künftig fortgeführt werden sollten.






