RWE baut Solarparks im rheinischen Braunkohlerevier massiv aus
RWE plant Ausbau seiner Solarprojekte im rheinischen Braunkohlerevier
Der Energiekonzern RWE hat Pläne bekannt gegeben, seine Solarkraftwerke im rheinischen Braunkohlerevier deutlich auszubauen. Geplant sind mehrere neue Solarparks mit einer Gesamtleistung von 68,5 Megawatt. Die Bauarbeiten sollen auf rekultivierten Flächen in der Nähe der Autobahn A44n beginnen, wobei die Anlagen noch in diesem Jahr in Betrieb gehen sollen.
Die neuen Solaranlagen entstehen östlich und westlich der A44n zwischen Bedburg und Jüchen. Das Gebiet gehörte einst zum Tagebau Garzweiler und wird nun für die erneuerbaren Energien umgenutzt. RWE wird die bestehenden Netzanschlüsse des Tagebaus nutzen, um die Solarparks anzubinden – ein Schritt, der die Entwicklung beschleunigen soll.
Bereits betreibt RWE in der Region sieben Solarparks, von denen vier über Batteriespeicher verfügen. Künftig will das Unternehmen vorrangig Standorte entlang von Autobahnen für neue Projekte erschließen. Diese Flächen bieten den Vorteil schnellerer Genehmigungsverfahren und stoßen auf weniger öffentlichen Widerstand als andere Gebiete.
Neben klassischen Solarparks testet RWE in einer Demonstrationsanlage in der Region auch Agri-Photovoltaik – ein System, das Landwirtschaft und Solarstromerzeugung kombiniert. Gleichzeitig hat eine aktuelle regulatorische Entscheidung in Deutschland klargestellt, dass Netzbetreiber Kunden nicht über den vollen Einspeisebonus für Solarstrom informieren müssen. Dies könnte die Anreize für Kleinsterzeuger beeinflussen.
Die neuen Projekte sind Teil von RWEs ehrgeizigem Ziel, in den kommenden Jahren mindestens 500 Megawatt zusätzliche Solar- und Windkraftkapazitäten in der Region aufzubauen. Die erste Phase der neuen Solarparks soll bereits vor 2025 ans Netz gehen. Durch die Nutzung von rekultivierten Flächen und bestehender Infrastruktur erhofft sich das Unternehmen eine effizientere Bauweise und geringere Kosten. Die Expansion unterstreicht RWEs Bestrebungen, die Erzeugung erneuerbarer Energien im rheinischen Revier weiter auszubauen.






