20 April 2026, 04:04

Rinderpreise sinken erneut – doch Verbraucher zahlen weiter Rekordpreise

Ein gut organisierter Gemüseabteilung mit ordentlich sortierten Regalen, die verschiedene Fleischsorten und angeheftete Preisschilder zeigen.

Rinderpreise sinken erneut – doch Verbraucher zahlen weiter Rekordpreise

Rinderpreise in Deutschland fallen zum zweiten Mal in Folge nach monatelangen Rekordständen

Nach monatelangen Höchstpreisen sind die Rinderpreise in Deutschland nun bereits zum zweiten Mal hintereinander gesunken. Der Rückgang kommt, während der Fleischabsatz stockt und Metzger unter zunehmendem Preisdruck stehen. Dennoch zahlen Verbraucher nach wie vor deutlich mehr für Rindfleisch als noch im Vorjahr.

In den vergangenen Monaten hatten die Rinderpreise ein beispielloses Niveau erreicht. Doch nun hat sich der Trend umgekehrt: Die Verbandsnotierung für alle Rinderkategorien ist um 10 Cent pro Kilogramm gefallen. Jungbullen der Klasse R3 werden aktuell mit 6,80 Euro pro Kilogramm Lebendgewicht gehandelt.

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Am Großmarkt bleibt das Angebot an Schlachtrindern zwar knapp. Dennoch liegt die Zahl der Schlachtungen in Deutschland weiterhin unter den Vorjahreswerten. Dieser Mangel hat den jüngsten Preisrückgang nicht verhindert – getrieben durch nachlassende Nachfrage und Widerstand der Metzger.

Gleichzeitig bleiben die Rindfleischpreise für Verbraucher hoch. In den ersten Juliwochen mussten Käufer 20,8 Prozent mehr für Rindfleisch bezahlen als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die Preiserhöhungen machen auch vor dem Imbiss nicht halt: Seit 2023 ist der Preis für geliefertes Dönerfleisch fast flächendeckend gestiegen. Ein Standbetreiber in Friedrichshafen verlangt mittlerweile mindestens 9 Euro für einen Rindfleisch-Döner.

Der Rückgang der Rinderpreise spiegelt eine veränderte Marktsituation wider, in der Metzger gegen die hohen Kosten rebellieren. Während die Großhandelspreise nachgeben, bleiben die Verbraucherpreise für Rindfleisch in Supermärkten und Imbissen auf hohem Niveau. Die Kluft zwischen Erzeuger- und Einzelhandelspreisen deutet auf anhaltenden Druck entlang der gesamten Lieferkette hin.

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