Razzien in Aachen: 56 Kontrollen in Gastronomie gegen Ausbeutung und Schwarzarbeit
Lukas HartmannRazzien in Aachen: 56 Kontrollen in Gastronomie gegen Ausbeutung und Schwarzarbeit
Behörden in Aachen, Euskirchen und Heinsberg haben im Rahmen europaweiter Aktionstage Kontrollen in örtlichen Gastronomiebetrieben durchgeführt. Im Fokus standen dabei die Bekämpfung von Arbeitsausbeutung und illegaler Beschäftigung. Insgesamt wurden während der Operation in 13 Restaurants und Imbissen 56 Personen überprüft.
An der gemeinsamen Aktion waren Zoll, Polizei und lokale Behörden beteiligt. Sie kontrollierten die Identitäten von 20 Personen. Allein in Euskirchen wurden drei Strafanzeigen wegen illegalen Aufenthalts und Beihilfe zu illegalem Aufenthalt erstattet.
Die Zollbeamten leiteten insgesamt 17 Ermittlungsverfahren ein. Darunter fielen sechs Fälle von illegalem Aufenthalt, vier wegen Beihilfe zu illegalem Aufenthalt und fünf wegen Verstößen gegen den Mindestlohn. Zudem wurden in drei Betrieben Vorwürfe wegen vorenthaltenen Lohns geprüft und in zwei Fällen die ordnungsgemäße Erfassung von Arbeitszeiten beanstandet. Eine gesuchte Person, gegen die ein Haftbefehl vorlag, wurde der Polizei übergeben.
Die Aktionstage fanden im September 2023 statt, mit Beteiligung von 29 europäischen Ländern und Regionen. Organisiert wurde die Initiative von der Police and Customs Cooperation Union (PCSW), an der sich 15 EU-Mitgliedstaaten sowie weitere europäische Nationen beteiligten. Das Hauptzollamt Aachen nimmt regelmäßig an diesen grenzüberschreitenden Maßnahmen teil, um Menschenhandel und illegale Beschäftigung zu bekämpfen.
Die Kontrollen führten zu mehreren Ermittlungsverfahren und Strafanzeigen. Die Behörden bestätigten, dass auf Basis der Erkenntnisse weitere Schritte folgen werden. Die Operation ist Teil der laufenden europäischen Bemühungen, Arbeitsausbeutung zu bekämpfen und kriminelle Netzwerke zu zerschlagen.






