Radfahrer rast mit 59 km/h durch Tempo-30-Zone – und das vor einer Schule
Ida MüllerRadfahrer rast mit 59 km/h durch Tempo-30-Zone – und das vor einer Schule
Radschnellfahrer in Nachrodt-Wiblingwerde mit fast doppelter Höchstgeschwindigkeit geblitzt
Ein Radfahrer in Nachrodt-Wiblingwerde ist mit nahezu doppelter erlaubter Geschwindigkeit erwischt worden – in einer Zone, in der besonders strenge Geschwindigkeitskontrollen gelten, vor allem in der Nähe von Schulen. Unterdessen kämpfen Autofahrer in Köln und Berlin mit falschen Gebührenbescheiden aufgrund von Verwaltungsfehlern.
Der Radler war mit 59 km/h unterwegs, obwohl in dem Bereich Tempo 30 gilt. Die Messung erfolgte in der Nähe einer Schule, einer Sporthalle und eines Schwimmbads – Orte, an denen Geschwindigkeitsverstöße in der Regel besonders hart geahndet werden. Sollten die Behörden eine konkrete Gefährdung feststellen, droht dem Fahrer zusätzlich ein Punkt im Fahreignungsregister in Flensburg, Deutschlands zentraler Verkehrssünderkartei.
Der Radfahrer gehörte an diesem Tag zu den schnellsten Verkehrsteilnehmern, die kontrolliert wurden. Mögliche Sanktionen reichen von Verwarnungen bis zu Bußgeldern zwischen 15 und 35 Euro. Tempolimits gelten für alle Fahrzeuge – auch für Fahrräder –, wobei unklar bleibt, wie hoch die durchschnittlichen Strafen für Radfahrer in den vergangenen Jahren konkret ausfielen.
Fehlerhafte Gebührenbescheide in Köln und Berlin Unterdessen sorgten ungewöhnliche Fälle an Blitzern für Aufsehen: Ein Autofahrer in Köln erhielt fälschlicherweise eine Rechnung über 7.500 Euro statt 75 Euro – ein simples Tippfehler war schuld. In Berlin bekam ein anderer Fahrer einen falschen Bescheid, nachdem bei einer Datenpanne Fotos vertauscht worden waren. Solche Fehler werfen Fragen zur Zuverlässigkeit automatisierter Kontrollsysteme auf.
Der Fall des Radfahrers zeigt, wie konsequent Tempolimits für alle Verkehrsteilnehmer durchgesetzt werden – selbst in Bereichen, die nicht typischerweise mit starkem Verkehr assoziiert werden. Die Abrechnungsfehler in Köln und Berlin hingegen verdeutlichen die anhaltenden Herausforderungen bei automatisierten Systemen. Die Behörden prüfen weiterhin die Strafen je nach Schwere des Verstoßes und Standort.






