Nur drei Prozent der Kölner unterstützen Kardinal Woelki nach elf Jahren im Amt
Philipp KrügerNur drei Prozent der Kölner unterstützen Kardinal Woelki nach elf Jahren im Amt
Eine neue Umfrage offenbart tiefe Unzufriedenheit mit der Amtsführung von Kardinal Rainer Maria Woelki in Köln. Nach elf Jahren im Amt billigen nur noch drei Prozent der Einwohner seine Arbeit. Experten bewerten die Ergebnisse als schweren Schlag sowohl für den Kardinal als auch für die Kirche.
Das Meinungsforschungsinstitut Forsa führte die Erhebung durch und förderte dabei alarmierende Zahlen zutage – und zwar in allen Altersgruppen. Bei den 16- bis 29-Jährigen äußerte kein einziger Befragter Zufriedenheit mit Woelkis Führung. Auch in den älteren Bevölkerungsgruppen fielen die Werte kaum besser aus: Lediglich fünf Prozent der 45- bis 59-Jährigen und sechs Prozent der über 60-Jährigen standen ihm positiv gegenüber.
Insgesamt gaben 83 Prozent der Kölner an, entweder weniger zufrieden oder völlig unzufrieden zu sein. Manfred Güllner, Geschäftsführer von Forsa, bezeichnete die Ergebnisse als "Katastrophe" für die Kirche und den Kardinal. Er wies darauf hin, dass Zustimmungswerte unter zehn Prozent äußerst selten seien – selbst bei Politikern, die mit massiver öffentlicher Ablehnung konfrontiert sind.
Die Umfrage zeigt ein flächendeckendes Misstrauen gegenüber der Führung Kardinal Woelkis. Angesichts der minimalen Unterstützung in allen Altersgruppen deuten die Ergebnisse auf eine erhebliche Herausforderung für sein Amt hin. Die Kirche steht nun vor der Aufgabe, dieser tief verwurzelten Unzufriedenheit zu begegnen.






