NRW-Polizei stellt auf digitale Fallakten um – Schluss mit Papierkram bis 2026
Jonas SchmittNRW-Polizei stellt auf digitale Fallakten um – Schluss mit Papierkram bis 2026
Die Polizei in Nordrhein-Westfalen stellt ihre Aktenführung um und verzichtet künftig auf Papierdokumente – stattdessen werden digitale Fallakten eingeführt. Die Umstellung erfolgt aufgrund einer gesetzlichen Vorgabe, die bundesweit eine Modernisierung der Bearbeitung von Strafverfahren vorsieht. Bis Januar 2026 müssen alle Abläufe laut neuer Verordnung digital ablaufen.
Der Wechsel zu digitalen Fallakten ist Teil einer umfassenden Initiative, um die Polizeiarbeit effizienter zu gestalten. Bürger können notwendige Unterlagen nun elektronisch empfangen und einreichen, statt auf physische Akten angewiesen zu sein. Dadurch sollen Zeit und Ressourcen eingespart werden, die bisher für den Austausch von Dokumenten mit den Staatsanwaltschaften aufgewendet wurden.
Die Umstellung entspricht den aktualisierten Bestimmungen der deutschen Strafprozessordnung, die den Digitalisierungsprozess bis Anfang 2026 vorschreibt. Nordrhein-Westfalen hat hier bereits erste Schritte unternommen: 2022 wurde die Internetwache eingeführt – ein digitales Meldeportal. Das neue System baut auf dieser Grundlage auf und reduziert die Abhängigkeit von papierbasierten Verfahren weiter.
Die digitalen Fallakten sollen herkömmliche Papierakten vollständig ersetzen und sowohl für die Polizei als auch für die Öffentlichkeit schnellere und effizientere Abläufe ermöglichen. Die vollständige Umstellung muss innerhalb der nächsten zwei Jahre abgeschlossen sein, um die gesetzlichen Fristen einzuhalten.






