02 May 2026, 14:08

NRW drängt auf Reform für mehr schwimmende Solarparks auf künstlichen Seen

Luftaufnahme einer Solar-Farm mit Solarpanelen, umgeben von Bäumen, Gras, Pflanzen und Wasser, mit einem Zug auf einer nahen Bahnstrecke.

NRW drängt auf Reform für mehr schwimmende Solarparks auf künstlichen Seen

Nordrhein-Westfalen setzt sich für lockerere Vorschriften bei schwimmenden Solarparks ein. Das Bundesland fordert Änderungen an den Bundesgesetzen, um mehr Projekte auf künstlichen und umgestalteten Gewässern zu ermöglichen. Behördenvertreter argumentieren, dass die aktuellen Beschränkungen das Wachstum der erneuerbaren Energien behindern.

In einer Initiative des Bundesrates plädiert das Land für eine Ausweitung der zulässigen Flächenabdeckung und die Einführung flexibler Ausnahmeregelungen. Nach geltendem Recht dürfen schwimmende Solaranlagen maximal 15 Prozent einer Wasserfläche bedecken und müssen einen Abstand von 40 Metern zum Ufer einhalten. Nordrhein-Westfalen hält diese Grenzen für zu streng, um großflächige Projekte zu realisieren.

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Im Januar hatte der Landesverband Erneuerbare Energien NRW dem Umweltminister Oliver Krischer (Grüne) Vorschläge unterbreitet. Darin wurde eine Reform von Paragraf 36 des Wasserhaushaltsgesetzes gefordert, um die Auflagen zu lockern. Krischer bezeichnete seitdem die Region Niederrhein als ein zentrales Gebiet für mögliche Erweiterungen.

Das Land hat bereits Maßnahmen ergriffen, um die Solarenergie zu fördern. Mitte Mai wurde ein Förderprogramm für Agri-Photovoltaik und schwimmende Solaranlagen wiederaufgelegt. Gleichzeitig stieg der Marktwert von Solarstrom im Oktober 2025 auf fast sieben Cent pro Kilowattstunde – der dritthöchste Wert in diesem Jahr.

Aktuell betreibt Nordrhein-Westfalen sechs funktionierende schwimmende Photovoltaik-Anlagen. Die größte, mit einer Leistung von 5,6 Megawatt, liegt auf einem Baggersee in Bislich. Wirtschaftsministerin Mona Neubaur (Grüne) betonte, wie wichtig ein ökologisch verantwortungsvoller Ausbau sei, der den Ausbau erneuerbarer Energien mit dem Umweltschutz in Einklang bringe.

Die vorgeschlagenen Änderungen sollen weitere Standorte für schwimmende Solarparks erschließen. Falls die neuen Regeln verabschiedet werden, könnte dies die Entwicklung in Regionen wie dem Niederrhein beschleunigen. Der Vorstoß des Landes spiegelt die übergeordneten Bestrebungen wider, die Kapazitäten für erneuerbare Energien auszubauen, ohne ökologische Standards zu vernachlässigen.

Quelle