Mike Amiri zeigt in Paris eine düstere Hommage an L.A. – mit Familienpremiere
Lukas HartmannMike Amiri zeigt in Paris eine düstere Hommage an L.A. – mit Familienpremiere
Der Designer Mike Amiri präsentierte in Paris seine neueste Kollektion, inspiriert von der raueren Seite Los Angeles’. In dieser Saison wandte er sich von klassischen, drapierten Schnitten ab und setzte stattdessen auf präzisere Schneiderkunst sowie hochtaillierte Hosen. Die Show markierte zudem einen Meilenstein für seine Familie: Seine Eltern besuchten erstmals die Paris Fashion Week.
Eröffnet wurde die Kollektion mit einem schicken, anthrazitfarbenen Anzug – eine Hommage an Richard Geres Figur in American Gigolo. Amiris Entwürfe spiegeln oft eine nostalgische, sonnenverwöhnte Vision von L.A. wider, doch in dieser Saison tauchte er in die düsteren, lässigeren Untergründe der Stadt ein. Zudem führte er irisierende Stoffe ein und stellte erstmals eine Feinjuwelen-Linie vor.
Beeinflusst von Ryan Goslings Rolle in Drive vereinten die Stücke Präzision mit einer Prise Rebellion. Amiri, bekannt für seinen spielerischen Ansatz, scherzte über offene Hemden: „Warum nicht einfach ein bisschen sexy sein?“ Sein Vater, eine prägende Figur für seine Arbeit, erlebte die Pariser Show zum ersten Mal live – zusammen mit seiner Mutter, beide als iranische Einwanderer nach Amerika gekommen.
Die Saison brachte neue Akzente für Amiris Label: von verfeinerter Schneiderkunst über mutige Stoffe bis hin zu edlem Schmuck. Die Anwesenheit seiner Familie verlieh dem Paris-Debüt eine persönliche Note. Seine Entwürfe definieren weiterhin seinen Blick auf den L.A.-Style neu.
