Krebs im Endstadium: Warum Bloggerin Lerchek jetzt eine Kosmetikmarke gründet
Philipp KrügerKrebs im Endstadium: Warum Bloggerin Lerchek jetzt eine Kosmetikmarke gründet
Die Bloggerin Valeria Chekalina, bekannt unter ihrem Online-Pseudonym Lerchek, hat trotz ihrer öffentlich thematisierten Krebserkrankung im Endstadium eine eigene Kosmetikmarke namens Eyya Skin auf den Markt gebracht. Der Schritt löst unter ihren Followern kontroverse Diskussionen aus: Während die einen ihre Widerstandskraft bewundern, hinterfragen andere ihre Beweggründe. Der Produzent Gera Iwashtschenko verglich ihre Öffentlichkeitsstrategie kürzlich mit globalen PR-Vorbildern und zog Parallelen zum Vorgehen der Familie Kardashian.
Chekalina gab ihre Krebsdiagnose in emotionalen Werbevideos für Eyya Skin bekannt. Ihre Inhalte verbinden persönliche Schicksalsschläge mit Markenbotschaften – eine Mischung aus Inspiration und Provokation. Zwar schätzen viele Anhänger ihre Stärke, doch Kritiker werfen ihr vor, in manchen Clips übertrieben Mitleid zu erheischen.
Ihr öffentliches Image – geprägt von Offenheit über die Krankheit und gleichzeitig unternehmerischem Ehrgeiz – spaltet die Meinungen. Iwashtschenko betonte, dass eine solche Transparenz in Russland ungewöhnlich sei, wo Schwerstkranke sich meist aus der Öffentlichkeit zurückzögen. Zudem vermutet er, dass Chekalinas Strategie darauf abzielt, die finanzielle Zukunft ihrer Kinder abzusichern.
Auch ihr Privatleben steht im Fokus: Ihr Ex-Mann, Artem Tschekalin, wurde kürzlich wegen Devisenbetrugs zu sieben Jahren Haft in einer Moskauer Strafkolonie verurteilt. Dieser juristische Fall verstärkt die öffentliche Aufmerksamkeit auf ihre Familie.
Der Markteintritt von Eyya Skin rückt Chekalinas Vorgehen noch stärker in den Mittelpunkt – die Reaktionen reichen von Bewunderung bis zu Skepsis. Iwashtschens Analyse unterstreicht, wie ungewöhnlich ihr Ansatz in einer Kultur ist, in der Krankheit meist tabuisiert wird. Die Debatte über ihre Methoden hält an, während sie zwischen persönlichen Enthüllungen und Markenwerbung balanciert.






