Kplus Gruppe beantragt Schutzschirmverfahren – Krankenhäuser in Solingen und Hilden betroffen
Lukas HartmannKplus Gruppe beantragt Schutzschirmverfahren – Krankenhäuser in Solingen und Hilden betroffen
Kplus Gruppe beantragt Schutzschirmverfahren am Amtsgericht Wuppertal
Die Kplus Gruppe hat beim Amtsgericht Wuppertal ein Eigenverwaltungsverfahren zur Unternehmenssanierung eingereicht. Betroffen sind ihre Krankenhäuser in Solingen, Hilden und Haan sowie die Holdinggesellschaft. Die Gruppe bleibt zwar zahlungsfähig, warnt jedoch vor einer möglichen Insolvenz noch in diesem Jahr, falls keine Maßnahmen ergriffen werden.
Das Schutzschirmverfahren ermöglicht es dem Unternehmen, seine Finanzen zu stabilisieren und bestehende Verträge zu überprüfen. Die Mitarbeiter wurden über die Entscheidung informiert; in den kommenden Wochen soll ein detaillierter Sanierungsplan erarbeitet werden. Die Insolvenzrechtsexperten Stefan Denkhaus und Friedemann Schade wurden mit der Begleitung des Prozesses beauftragt.
Im Rahmen der Restrukturierung sollen die medizinischen Leistungen an den Standorten Haan und Hilden gebündelt werden. Fachabteilungen aus Solingen werden bis Anfang nächsten Jahres dorthin verlegt. Auch die Genesis GmbH, die für die zentrale Verpflegungsversorgung zuständig ist, wird in das Schutzschirmverfahren einbezogen.
Vom Verfahren unberührt bleiben der Betrieb des St.-Remigius-Krankenhauses, die Senioreneinrichtungen, ambulante Praxen und Therapiezentren. Die Ausbildung von Pflegekräften am Katholischen Bildungszentrum in Haan läuft wie gewohnt weiter. Auch die medizinischen Versorgungszentren und Therapieeinrichtungen der Gruppe bleiben ohne Einschränkungen in Betrieb.
Ziel der Umstrukturierung ist es, die finanzielle Zukunft der Kplus Gruppe zu sichern. Die medizinischen Dienstleistungen werden zentralisiert, Fachabteilungen an neue Standorte verlegt. Sämtliche bestehenden Gesundheits- und Bildungsangebote bleiben während des Prozesses ohne Unterbrechung aufrechterhalten.
