Kirche warnt vor Antisemitismus und fordert mehr Solidarität mit Israel
Philipp KrügerKirche warnt vor Antisemitismus und fordert mehr Solidarität mit Israel
Superintendentin Dr. Ilka Werner stellte ihren Jahresbericht vor und wies auf drängende Herausforderungen für evangelische Gemeinden hin. Sie forderte mehr Solidarität mit Israel und warnte vor einem wachsenden Antisemitismus. Der Bericht thematisierte zudem die finanzielle Belastung der Diakonie, des sozialen Wohlfahrtszweigs der Kirche.
In ihrer Ansprache verurteilte Werner die zunehmende Welle antisemitischer Vorfälle als unerträglich. Sie betonte, dass sich die immer wieder beschworenen Worte „Nie wieder!“ nun in Taten umsetzen müssten. Unter Verweis auf die Verfassung der Evangelischen Kirche im Rheinland bekräftigte sie deren Verbundenheit mit Israel und erklärte, die Kirche stehe an der Seite des von Gott erwählten Volkes in der Hoffnung auf eine erneuerte Welt.
Werner rief die Gemeinden dazu auf, Demut mit einer klaren Haltung gegen Hass zu verbinden. Christinnen und Christen hätten die Pflicht, Israel „ohne Wenn und Aber“ zu unterstützen, so die Superintendentin.
Finanziell steht die Diakonie unter großem Druck, vor allem durch steigende Personalkosten. Ohne höhere staatliche Zuschüsse müssten soziale Dienstleistungen möglicherweise gekürzt werden, warnte Werner. Um die Effizienz zu steigern, beschloss die Synode eine engere Zusammenarbeit und die Bildung von drei regionalen Clustern ab 2024. Kirchenmusik sowie Kinder- und Jugendarbeit werden künftig zentral von festem Personal koordiniert. Pfarrerinnen und Pfarrer übernehmen zudem erweiterte regionale Aufgaben und arbeiten im Team, um größere Gebiete abzudecken.
Der Kirchenkreis hat strukturelle Änderungen beschlossen, um finanzielle und operative Herausforderungen zu bewältigen. Geistesliche und Mitarbeiter passen sich den neuen regionalen Verantwortungsbereichen an. Werners Appell zu Solidarität mit Israel und gegen Antisemitismus bleibt eine zentrale Botschaft an die Gemeinden.






