KI-Ikonen auf der Bühne: ProSieben bringt mit Staying Alive verstorbene Stars zurück
Lukas HartmannKI-Ikonen auf der Bühne: ProSieben bringt mit Staying Alive verstorbene Stars zurück
Umstrittene neue Show: Staying Alive – Stars singen mit Legenden feiert am 25. April 2023 bei ProSieben Premiere
Die Sendung präsentiert mit KI generierte Auftritte verstorbener Musikikonen – gemeinsam mit lebenden deutschen Künstlern. Kritiker melden bereits ethische Bedenken an, insbesondere wegen der Einbindung von Amy Winehouse, die vor ihrem Tod 2011 mit gesundheitlichen Problemen kämpfte.
In der Show treten aktuelle Stars mit digitalen Rekonstruktionen verstorbener Sänger auf, darunter Elvis Presley, Whitney Houston und Freddie Mercury. Der deutsche Popstar Sasha performt dabei mit einer Winehouse-Doppelgängerin und KI-optimierter Stimme der Verstorbenen. Die Produzenten von Endemol Shine nutzten Stimmdoubles und KI, um die Auftritte zu verfeinern – selbst die Gesichter der verstorbenen Künstler wurden für mehr Realismus angepasst.
Hinter dem Projekt steht der in finanziellen Schwierigkeiten steckende Sender ProSiebenSat.1, der 2022 über 400 Festanstellungen abbaute. Die Show ist Teil einer Strategie, um Quoten zu steigern und das Unternehmen zu stabilisieren. Fabian Tobias, Geschäftsführer von Endemol Shine, bezeichnete das Format als "Unterhaltungserlebnis", räumte aber ein, dass man mit Gegenwind rechnet. Besonders im Fall von Amy Winehouse, die oft krank auftrat und deren Nachlass posthum ausgebeutet wurde, gibt es ethische Vorbehalte.
Die erste Folge läuft am 25. April, eine Woche später folgt die zweite Ausgabe. Die Nutzung von KI, um verstorbene Stars "wiederzubeleben", hat eine Debatte über künstlerische Integrität und Pietät ausgelöst. ProSiebenSat.1 hofft auf hohe Einschaltquoten und eine Verbesserung der wirtschaftlichen Lage – während sich die Produzenten auf Kritik an dem umstrittenen Konzept einstellen.






