Kanadas Flag-Football-Frauen kämpfen in Düsseldorf um Olympia-Ticket 2028
Philipp KrügerKanadas Flag-Football-Frauen kämpfen in Düsseldorf um Olympia-Ticket 2028
Kanadas Frauen-Flag-Football-Team bereitet sich auf die Weltmeisterschaft in Düsseldorf vor
Vom 13. bis 16. August findet in Düsseldorf die Flag-Football-Weltmeisterschaft der Frauen statt, und das kanadische Team hat ein klares Ziel: Gold gewinnen und sich damit direkt für die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles qualifizieren. Die besten Mannschaften sichern sich einen Startplatz bei den Spielen – für Kanada geht es um alles.
Den Einzug zur WM schaffte das Team durch die Teilnahme an der IFAF-Amerikas-Kontinentalmeisterschaft 2022 in Panama. Doch im Finale dort unterbrach ein Unwetter das Spiel vorzeitig, und Kanada unterlag Mexiko mit 0:12.
Kürzlich gelang den Kanadierinnen jedoch ein wichtiger Erfolg: In einem Vorbereitungsspiel in Los Angeles besiegten sie die USA mit 34:33. Dieser Sieg stärkt das Selbstvertrauen vor dem Turnier in Düsseldorf. Vor der WM wird die Mannschaft in China trainieren und Testspiele gegen die Teams aus China und Australien bestreiten.
Bei der Weltmeisterschaft qualifizieren sich die beiden besten Teams direkt für die Olympischen Spiele 2028. Sollten die USA das Finale erreichen, rücken sogar die Top drei weiter. Ein Scheitern würde Kanada zwingen, 2027 an der IFAF-Kontinentalmeisterschaft teilzunehmen, gefolgt von der finalen Olympischen Qualifikationsrunde 2028.
Flag Football gewinnt in Kanada zunehmend an Beliebtheit, besonders in Québec, wo sowohl Männer- als auch Frauenligen wachsen. Ab 2027 wird die Sportart zudem als Pilotprojekt in den kanadischen Hochschulsport (U Sports) eingeführt. Kanada hat bereits erste internationale Erfolge vorzuweisen: Bei den World Games 2025 in Chengdu holte das Team Bronze – die erste Medaille in der Disziplin Frauen-Flag-Football.
Die Weltmeisterschaft bietet Kanada nun die Chance, die Olympische Qualifikation vorzeitig zu sichern. Ein starker Auftritt in Düsseldorf könnte dem Team einen längeren Qualifikationsweg ersparen. Gleichzeitig würde ein Erfolg die positive Entwicklung nach der Bronzemedaille bei den World Games fortsetzen.
