Große Gegenproteste in Düsseldorf: Hundertfacher Widerstand gegen AfD-Veranstaltung
Lukas HartmannGroße Gegenproteste in Düsseldorf: Hundertfacher Widerstand gegen AfD-Veranstaltung
Am Montagabend fand vor dem Bachsaal in Düsseldorf eine große Gegenkundgebung statt. Mehr als hundert Menschen versammelten sich, um gegen eine Veranstaltung der AfD im Inneren des Gebäudes zu protestieren. An der Demonstration beteiligten sich Aktivistinnen und Aktivisten, Anwohner sowie Gruppen wie Düsseldorf steht auf (DSSQ) und Omas gegen Rechts.
Die AfD hatte im Bürgerhaus Bilk eine Podiumsdiskussion unter dem Titel „Rettet die Remigration, um den Sozialstaat zu retten?“ organisiert. Als Redner traten die AfD-Politiker Maximilian Knerler und Marco Vogt auf. Bereits am 22. Oktober hatte es im Castello in Reisholz eine ähnliche Veranstaltung gegeben, die von Protestierenden mit Stinkbomben und Lärm gestört worden war.
DSSQ gab mit dem Motto „Wir pfeifen die AfD aus!“ den Ton für die Gegenproteste am Montag vor. Die Demonstrantinnen und Demonstranten machten ihren Widerstand mit Trillerpfeifen, Sprechchören und lauten Rufen deutlich. Der Lärm verstärkte sich jeweils, wenn AfD-Mitglieder an den Fenstern des Bachsaals auftauchten.
Laut Polizei endete die Veranstaltung ohne Zwischenfälle. Bei früheren AfD-Auftritten in Düsseldorf hatten die Gegenproteste stets mehr Teilnehmer als die eigentlichen AfD-Veranstaltungen.
Die Kundgebung verlief friedlich, ohne dass es zu Auseinandersetzungen oder Festnahmen kam. Lokale Gruppen zeigen seit Langem entschiedenen Widerstand gegen AfD-Veranstaltungen in der Stadt. Die wiederkehrenden großen Gegenproteste deuten auf anhaltenden Widerstand gegen die Aktivitäten der Partei in Düsseldorf hin.






