Gerresheim bekommt endlich sichere Gleisquerung – doch Tunnel oder Brücke?
Lukas HartmannGerresheim bekommt endlich sichere Gleisquerung – doch Tunnel oder Brücke?
Gerresheimer Bürger könnten endlich eine lang ersehnte Lösung für das sichere Überqueren der Bahnhofsgleise erhalten. Seit mehr als zwei Jahrzehnten fordern Anwohner einen Fußgänger- und Radwegtunnel – vergeblich. Nun liegen zwei neue Vorschläge auf dem Tisch: ein Tunnel oder eine hochwertige Querung über die bestehende Brücke.
Die Diskussion um eine sichere Überquerung am Bahnhof Gerresheim zieht sich bereits seit über 20 Jahren hin. 2010 wurde zwar ein Siegerentwurf für einen Tunnel präsentiert, doch die hohen Kosten stoppten das Vorhaben. Der ursprüngliche Plan sah sogar Aufzüge für die Barrierefreiheit vor, doch die Finanzierung blieb aus.
Nun gibt es zwei neue Optionen. Die erste ist ein Fußgängertunnel mit integrierten Radwegen, der eine schnelle und direkte Verbindung bieten würde. Die zweite Variante ist eine aufgewertete Fußgänger- und Radfahrerquerung über die bestehende Brücke, die zwar einen längeren Weg bedeuten, aber Konflikte zwischen Fußgängern und Radfahrern verringern würde.
Die Kosten der beiden Lösungen unterscheiden sich deutlich. Der Tunnel würde etwa 40 Millionen Euro kosten, wobei 18 Millionen Euro an Fördermitteln in Aussicht stehen. Die Brückenlösung wäre mit 17 bis 23 Millionen Euro günstiger, wobei die DB InfraGO die Hälfte übernehmen würde. Auch das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen zeigt sich unterstützend und bewertet den Tunnel als wertvolles städtebauliches Projekt.
Kürzlich stimmte der Ordnungs- und Verkehrsausschuss (OVA) einstimmig für den Tunnel. Diese Entscheidung folgt auf die Ankündigung von Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller, einen Tunnel im Stadtteil Heerdt zu bauen – was bei Gerresheimer Bürgern die Frage aufwarf, warum ihr Stadtteil so lange vernachlässigt wurde.
Die Tunnelvariante geht nun in die nächste Phase, gestützt durch lokale Politiker und Förderzusagen. Falls realisiert, würde sie Fußgängern und Radfahrern eine schnellere und sicherere Querung ermöglichen. Die nächsten Schritte hängen von der Sicherung der restlichen Mittel und der Finalisierung des Entwurfs ab.






