23 March 2026, 00:04

Gedenkfeier am Wenzelnberg erinnert an 71 NS-Opfer von 1945

Luftbild des Holocaust-Mahnmals für die ermordeten Juden Europas in Berlin, das zahlreiche rechteckige Betonsteine in einem Gittermuster zeigt.

Gedenkfeier am Wenzelnberg erinnert an 71 NS-Opfer von 1945

Am 19. April 2026 findet um 11 Uhr die jährliche Gedenkveranstaltung am Mahnmal Wenzelnberg statt. Die Feier erinnert an die 71 Menschen, die am 13. April 1945 vom NS-Regime ermordet wurden. Sechs benachbarte Städte organisieren die Zeremonie gemeinsam, die mit Reden, Musik und einer Kranzniederlegung stattfinden wird.

Die Gedenkfeier beginnt mit einer Kranzniederlegung am Wenzelnberg. Langenfelds Bürgermeister Gerold Wenzens und Alexandra Mehdi von der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) werden Ansprachen an die Teilnehmer richten.

Auch Schülerinnen und Schüler des Konrad-Adenauer-Gymnasiums in Langenfeld wirken mit. Ihr Beitrag unter dem Titel "Gemeinsam erinnern, Verantwortung tragen – Nie wieder im Schweigen!" unterstreicht den Bildungs- und Erinnerungsauftrag der Veranstaltung.

Ein gemeinsamer Auftritt des Langenfelder Kinder- und Jugendchors sowie des AWO-Chors unter der Leitung von Britta von Anklang begleitet die Feierlichkeiten. Den Abschluss bildet das gemeinsame Singen des "Moorsoldatenlieds", eines historischen Liedes, das mit Widerstand und Solidarität verbunden ist.

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Das Mahnmal Wenzelnberg gehört zu den zahlreichen Gedenkstätten in Deutschland, die an die Opfer der NS-Verbrechen erinnern. In der Nähe gedachten etwa das Bittermark-Mahnmal in Dortmund an über 200 Opfer von Gestapo-Massenererschießungen. Die Veranstaltung wechselt jährlich zwischen Langenfeld, Remscheid, Solingen, Wuppertal, Leverkusen und Leichlingen.

Die Gedenkfeier bringt lokale Gemeinschaften zusammen, um der 1945 Ermordeten zu gedenken. Durch Reden, Musik und die Beiträge der Jugendlichen wird die Bedeutung des historischen Bewusstseins betont. Die Organisatoren möchten sicherstellen, dass die Geschichten der Opfer nicht in Vergessenheit geraten.

Quelle