Deutz AG kämpft mit Nachfrageeinbruch und startet 50-Millionen-Sparprogramm
Lukas HartmannDeutz AG kämpft mit Nachfrageeinbruch und startet 50-Millionen-Sparprogramm
Deutz AG steht vor finanziellen Herausforderungen, da die Nachfrage nach seinen Motoren einbricht. Das Unternehmen hat ein Sparprogramm über 50 Millionen Euro aufgelegt, um die Kosten bis 2026 zu senken. Mit neuer Führung und strengeren Budgetkontrollen soll nun die operative Stabilität gesichert werden.
Die Schwierigkeiten des Konzerns zeigen sich trotz starker globaler Nachfrage in einigen Branchen. Hydrauliklösungen für Baumaschinen und Landtechnik verzeichneten zwar Wachstum – begünstigt durch günstiges Wetter und hohe Nahrungsmittelpreise. In Brasilien jedoch bremsten steigende Zinsen die Investitionen der Landwirte, sodass Teile des Agrarmarktes schwächelten.
Als Reaktion hat Deutz AG Überstunden gestrichen, in der Produktion Kurzarbeit eingeführt und die Reisekostenregelungen für Mitarbeiter verschärft. Auch die Budgets für Forschung und Entwicklung wurden gekürzt, darunter das Programm "Neue Technologien". Im Rahmen der umfassenden Sparmaßnahmen folgten zudem Stellenstreichungen in der F&E-Abteilung.
Die Umsatzprognose für 2024 wurde von zuvor 1,9 bis 2,1 Milliarden Euro auf etwa 1,8 Milliarden gesenkt. Dennoch hält das Unternehmen an seinem Ziel fest, bis 2030 im Rahmen der Strategie "Dual+" einen Umsatz von 4 Milliarden Euro zu erreichen – bei einer angestrebten EBIT-Marge von 10 Prozent. Noch im laufenden Quartal werden Einsparungen in Höhe von 20 Millionen Euro erwartet.
Am 1. Oktober übernahm Oliver Neu das Amt des Finanzvorstands. Seine Ernennung fällt in die Phase der Vorbereitung auf die Veröffentlichung der Quartalszahlen am 7. November.
Deutz AG treibt die Kostensenkungen weiter voran, um den Nachfrageeinbruch auszugleichen. Das Sparprogramm zielt auf jährliche Einsparungen von 50 Millionen Euro bis 2026 ab. Der nächste Finanzbericht am 7. November wird zeigen, ob die Maßnahmen bereits Wirkung entfalten.






