Deutsches Blechbläsermuseum kämpft mit Haushaltslöchern und kürzt Öffnungszeiten
Jonas SchmittDeutsches Blechbläsermuseum kämpft mit Haushaltslöchern und kürzt Öffnungszeiten
Das Deutsche Blechbläsermuseum in Krefeld-Fichtenhain drosselt Betrieb wegen finanzieller Engpässe
Aufgrund anhaltender Haushaltsprobleme muss das Deutsche Blechbläsermuseum in Krefeld-Fichtenhain seinen Betrieb einschränken. Die Öffnungszeiten wurden reduziert, und beim Personal gab es Kürzungen: Eine Restauratorin wurde entlassen, eine Forschungsstelle auf Teilzeit umgestellt. Aktuell klafft im Jahresbudget eine Lücke von bis zu 80.000 Euro.
Die wichtigsten Einnahmequellen des Museums sind Leihgaben für Ausstellungen an andere Häuser sowie Fachvorträge an externen Veranstaltungsorten. Trotz dieser Erlöse hat die Stadt Krefeld bisher keine finanziellen Mittel beigesteuert.
Um die Ausgaben zu senken, finden Führungen nun nur noch mittwochnachmittags statt – eine Maßnahme, die jährlich rund 8.000 Euro Verlust einspart. Auch die Bürozeiten wurden auf Montag bis Mittwoch beschränkt.
Trotz der Einschnitte startet das Museum ein neues Bildungsangebot: Unter dem Titel "Junge Forscher entdecken" soll vor allem ein jüngeres Publikum durch praxisnahe Vermittlung angesprochen werden.
Die finanziellen Herausforderungen zwingen das Museum zu spürbaren Kürzungen bei Dienstleistungen und Personal. Während Leihausstellungen und externe Vorträge weiterhin die Haupteinnahmen sichern, verschärft das Ausbleiben städtischer Förderung die Lage. Das neue pädagogische Programm bietet jedoch eine Chance, die Besucherbindung trotz der Einsparungen aufrechtzuerhalten.






