Deutsche Krankenhäuser kämpfen um Überleben – Proteste gegen Finanzkrise
Jonas SchmittDeutsche Krankenhäuser kämpfen um Überleben – Proteste gegen Finanzkrise
Krankenhäuser in ganz Deutschland stecken in einer tiefen Finanzkrise. Rund 80 Prozent arbeiten derzeit mit Verlusten, etwa ein Drittel ist von der Insolvenz bedroht. Viele beteiligen sich an Protesten, um eine faire und nachhaltige Finanzierung zu fordern.
In Nordrhein-Westfalen organisierte die Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen (KGNW) einen landesweiten Aktionstag. Krankenhäuser im GFO-Verbund, darunter die GFO-Kliniken Rhein-Berg, schlossen sich unter dem Motto „Kein Geld. Keine Versorgung“ an. Sie verengten symbolisch die Zugänge, sodass Patienten und Besucher Umwege nehmen mussten – ein Bild für die Versorgungslücken durch geplante Kürzungen.
Die Proteste unterstützen zudem die „Licht aus für Krankenhäuser“-Petition, die eine bessere Finanzierung der Kliniken fordert. Jede Unterschrift unterstreicht die Dringlichkeit des Wandels. Die GFO-Kliniken Rhein-Berg befürworten zwar eine Krankenhausreform, betonen aber, dass es vor allem auf verlässliche und ausreichende Mittel ankommt.
Besonders gefährdet sind nicht-kommerzielle Krankenhäuser, die bundesweit etwa ein Drittel und in Nordrhein-Westfalen fast zwei Drittel ausmachen. Viele werden von karitativen oder kirchlichen Trägern betrieben und verfügen weder über öffentliche Förderung noch über Rücklagen, um Einsparungen abzufedern.
Die Proteste zeigen: Die finanzielle Not der deutschen Krankenhäuser ist akut. Ohne nachhaltige Finanzierung droht weiteren Häusern die Pleite. Die „Licht aus für Krankenhäuser“-Petition und die öffentlichen Kundgebungen sollen den Druck für schnelle Lösungen erhöhen.






