Buschfeld in Solingen: Wohnbaufläche soll zu Ackerland werden – doch nicht alle sind einverstanden
Philipp KrügerBuschfeld in Solingen: Wohnbaufläche soll zu Ackerland werden – doch nicht alle sind einverstanden
Das Gebiet Buschfeld in Solingen steht kurz davor, seinen Status als potenzielle Wohnbau-Reservefläche im Düsseldorfer Landesentwicklungsplan zu verlieren. Ein Vorschlag, es stattdessen als Freifläche und landwirtschaftliche Nutzfläche einzustufen, stößt auf breite Zustimmung – auch wenn nicht alle Parteien die Änderung befürworten.
Der Planungsausschuss des Regionalrats brachte den Antrag zur Umwidmung von Buschfeld ein. Befürworter argumentieren, dass damit Freiflächen und Ackerland dauerhaft vor Bebauung geschützt würden.
Der Vorschlag wurde mit großer Mehrheit angenommen, doch die FDP/Freie Wähler-Fraktion sowie ein SPD-Mitglied stimmten dagegen. Die FDP/Freie Wähler kritisierten den Schritt als Wachstumsbremse für Solingen, da damit eine wichtige Fläche für Wohnraum, Gewerbe oder Infrastrukturprojekte wegfalle. Die Gruppe kündigte an, sich weiterhin für flexiblere Flächenpolitik einzusetzen.
Auch die Industrie- und Handelskammer Niederrhein sowie die Handwerkskammer Düsseldorf hatten sich in früheren Anhörungen gegen die Umwidmung ausgesprochen. Die Debatte spiegelt einen grundsätzlichen Konflikt in Solingen wider: zwischen dem Erhalt von Landschaft einerseits und der Sicherung von Flächen für Wohnungsbau und wirtschaftliche Entwicklung andererseits.
Die endgültige Entscheidung über die Neuklassifizierung liegt beim gesamten Regionalrat. Wird sie beschlossen, entfällt die Ausweisung Buschfelds als mögliche Baufläche. Die Weichenstellung wird maßgeblich prägen, wie Solingen künftig Wachstum und Umweltschutz in Einklang bringt.






