Bochum zieht seit 30 Jahren Ostdeutsche an – mit überraschendem Effekt
Philipp KrügerBochum zieht seit 30 Jahren Ostdeutsche an – mit überraschendem Effekt
Seit der Wiedervereinigung verzeichnet Bochum einen stetigen Zuzug von Menschen aus Ostdeutschland. In den vergangenen drei Jahrzehnten haben etwa 15.000 Personen aus den neuen Bundesländern ihren Wohnsitz dorthin verlegt. Gleichzeitig verlassen mittlerweile weniger Bochumer die Stadt in Richtung Osten, als aus dem Osten hinzukommen.
Seit 1991 sind im Durchschnitt jährlich 500 Menschen aus Ostdeutschland nach Bochum gezogen. Dieser Trend hält sich über die Jahre konstant. Die Gesamtzahl der Zuzüge beläuft sich mittlerweile auf rund 15.000.
Die Abwanderung in die Gegenrichtung hat dagegen nachgelassen. Aktuell ziehen etwa 35 Prozent weniger Menschen von Bochum in den Osten als umgekehrt aus den östlichen Bundesländern in die Stadt kommen.
Detaillierte Aufzeichnungen darüber, wie sich Alter oder Berufsprofile der Neuankömmlinge im Vergleich zur Gesamtbevölkerung Bochums verhalten, existieren nicht. Der Mangel an Daten macht es unmöglich, mögliche Veränderungen in der Demografie oder auf dem Arbeitsmarkt genau zu erfassen.
Die Wanderungsbilanz fällt für Bochum positiv aus: Es kommen mehr Ostdeutsche in die Stadt, als sie verlassen. Über 30 Jahre hinweg hat dies Bochum etwa 15.000 zusätzliche Einwohner gebracht. Ohne weitere statistische Erhebungen bleibt der genauere Einfluss auf die lokale Bevölkerungsstruktur jedoch unklar.






