Bayern plant KI-Beauftragte an Schulen – doch Lehrkräfte zweifeln an der Umsetzung
Philipp KrügerBayern plant KI-Beauftragte an Schulen – doch Lehrkräfte zweifeln an der Umsetzung
Bayern steht vor Forderungen nach tiefgreifenden Reformen im Bildungssystem, da die Sorgen über den Rückgang der beruflichen Frühförderung in Kindergärten und veraltete Schulstrukturen wachsen. Ein neuer Vorschlag sieht vor, an jeder Schule eine KI-Beauftragte oder einen KI-Beauftragten einzuführen, um Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler sowie Eltern bei Fragen zur künstlichen Intelligenz zu unterstützen.
Der Bundeselternrat drängt auf Reformen und kritisiert das bayerische Schulsystem als überholt. Die aktuellen Strukturen entsprächen nicht mehr den modernen Anforderungen, so die Argumentation. Gleichzeitig verzeichnet der Freistaat die niedrigste Quote an beruflicher Frühförderung in deutschen Kindergärten – mit weiter sinkenden Zahlen.
Ein zentraler Bestandteil der geplanten Änderungen ist die Einführung einer KI-Beauftragten an jeder Schule. Diese Person würde als Beamtin oder Beamter fungieren und für die vermittelnde Aufklärung über Grundlagen, Risiken und Datenschutz im Zusammenhang mit KI zuständig sein – und das auf anschauliche Weise. Zu ihren Aufgaben gehörten die Konzeption interner Fortbildungen, die Koordination fächerübergreifender Lehrplanung sowie die Organisation von Informationsveranstaltungen für Eltern.
Das Kultusministerium möchte, dass Lehrkräfte gut über KI informiert sind, um Schülerinnen und Schüler kompetent begleiten zu können. Referendarinnen und Referendare äußern jedoch Bedenken: Ihre Ausbildung sei zu theorielastig und bereite sie nicht ausreichend auf die praktischen Herausforderungen im Klassenzimmer vor. Der Vorschlag stellt zudem klar, dass individuelle KI-Schulungen für Lehrkräfte nicht auf die reguläre Dienstzeit angerechnet werden sollen.
Sollten die Maßnahmen umgesetzt werden, würden die KI-Beauftragten direkt in den Schulen arbeiten, um Wissenslücken zu schließen. Lehrkräfte erhielten gezielte Unterstützung ohne zusätzlichen Zeitdruck, während Eltern und Schülerinnen und Schüler ein besseres Verständnis für KI entwickeln könnten. Die Reformen zielen darauf ab, sowohl den Rückgang der beruflichen Frühförderung als auch den Bedarf an modernen Lehrmethoden zu bewältigen.






