03 May 2026, 22:05

Apotheker fordern Nachbesserungen beim Reformgesetz vor Kabinettsentscheid

Apotheke mit Glaswänden und -türen, Plakate an den Innenwänden, an einer Straßenkreuzung gelegen.

Apotheker fordern Nachbesserungen beim Reformgesetz vor Kabinettsentscheid

Deutsche Apotheker drängen auf dringende Änderungen am geplanten Apothekenreformgesetz. Dr. Armin Hoffmann, Präsident der Apothekerkammer Nordrhein, hat zu einem Dialog mit den politischen Entscheidungsträgern aufgerufen, um in letzter Minute noch Anpassungen durchzusetzen, bevor der Gesetzentwurf weiter voranschreitet. Die aktuellen Reformvorschläge sorgen trotz anfänglicher Zuversicht aus dem Koalitionsvertrag für Besorgnis.

Hoffmann skizzierte den Zeitplan der Apothekenreform mit wichtigen Terminen in naher Zukunft: Am 17. Dezember wird sich das Kabinett mit dem Gesetzesvorhaben befassen, gefolgt von einer ersten Lesung im Bundestag Ende Januar. Der Bundesrat wird das Vorhaben voraussichtlich im frühen Frühjahr prüfen, wobei der parlamentarische Prozess bis Ende April abgeschlossen sein soll.

Öffentliche Proteste wurden bis zum 17. Dezember ausgesetzt, um eine Eskalation zu vermeiden. Stattdessen konzentrieren sich die Apotheker auf Verhandlungen mit den Politikern. Die ABDA, der Bundesverband der Deutschen Apotheker, hat drei zentrale Forderungen hervorgehoben: höhere Festbeträge in der Vergütung, die Abschaffung des Bargeldrabatt-Verbots sowie präzisere gesetzliche Formulierungen, um die Rahmenbedingungen zu verbessern.

Hoffmann betonte, dass die Vergütung absolute Priorität haben müsse. Er schlug alternative Finanzierungsmodelle wie Servicegebühren vor, um sicherzustellen, dass die Apotheken die benötigten 800 bis 900 Millionen Euro erhalten. Das aktuelle System, so seine Argumentation, trage weder der steigenden Patientenzahl noch der sinkenden Gesundheitskompetenz Rechnung. Zudem sei der Erhalt des inhabergeführten Apothekenmodells unverhandelbar, fügte er hinzu.

Die zentralen Punkte der Reform, die Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) auf dem Deutschen Apothekertag vorstellte, haben die anfänglichen Hoffnungen gedämpft. Apotheker bewerten den Entwurf nun als unzureichend und warnen, dass die Versorgung der Patienten weiter hinter der Nachfrage zurückbleiben könnte.

Die kommenden Monate werden zeigen, ob die Bedenken der Apotheker berücksichtigt werden. Mit der Kabinettsbefassung am 17. Dezember bleiben die Verhandlungen offen. Sollten keine Änderungen vorgenommen werden, drohen dem Sektor langfristige Folgen für die Patientenversorgung und die Zukunftsfähigkeit der Apotheken.

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