Abschied und Neuanfang: Das Berliner Gorki-Theater feiert Shermin Langhoffs Ära
Lukas HartmannAbschied und Neuanfang: Das Berliner Gorki-Theater feiert Shermin Langhoffs Ära
Ein Abschiedsabend im Berliner Maxim-Gorki-Theater markierte das Ende einer Ära und den Beginn einer neuen. Die Veranstaltung ehrte die scheidende Intendantin Shermin Langhoff mit Reden, Aufführungen und einer ausgelassenen Feier.
Den Abend eröffnete Via Jikeli mit der Revue – sie trug Berlin, dein Gesicht hat Sommersprossen aus Christian Weises Der Untertan vor. Später betrat Jonas Dassler die Bühne und sang den Fledermaus-Aussterbelied, eines von mehreren Stücken aus jüngsten Produktionen, die im Rahmen des Konzerts zu hören waren.
Cem Özdemir, Ministerpräsident von Baden-Württemberg, hielt eine Rede zu Langhoffs Ehren. Sie antwortete nicht mit einer langen Ansprache, sondern mit einigen Dankesworten. Die historischen Theatergebäude, in ein graublaues Dämmerlicht getaucht, bildeten die Kulisse für die Feierlichkeiten des Abends.
Gegen Ende des Abends wurde das Gorki symbolisch für tot erklärt. Der Ruf Es lebe das Gorki! signalisierte seine Wiedergeburt unter neuer künstlerischer Leitung. Die Veranstalter betonten, dass das postmigrantische Theater nun seinen festen Platz im kulturellen Kanon gefunden habe.
Die Mischung aus Musik, Reden und Feier markierte den Übergang. Gleichzeitig unterstrich der Abend die prägende Rolle des Gorki-Theaters für das zeitgenössische Theater. Die Nacht endete mit einer klaren Botschaft der Erneuerung für die Institution.






