45-Millionen-Projekt: Bottrops Klärwerk wird während des Betriebs modernisiert
Lukas Hartmann45-Millionen-Projekt: Bottrops Klärwerk wird während des Betriebs modernisiert
Die Emschergenossenschaft hat mit einer umfassenden Modernisierung ihres Klärwerks in Bottrop begonnen – ein Projekt im Wert von 45 Millionen Euro. Ziel ist die Erneuerung zentraler Infrastruktur, während der Betrieb der Anlage durchgehend aufrechterhalten wird. Als erstes großtechnisches Klärwerk Deutschlands, das vollständig energieautark arbeitet, spielt die Anlage eine Schlüsselrolle in der regionalen Wasserwirtschaft.
Im Mittelpunkt der Sanierung steht die Nachklärung, die insgesamt 36 Klärbecken umfasst. Die Arbeiten sind in neun Phasen unterteilt, wobei die ersten drei Abschnitte die Hauptzulaufkanäle betreffen. Um den Betrieb nicht zu beeinträchtigen, dürfen jeweils nicht mehr als vier Becken gleichzeitig außer Betrieb genommen werden – so bleibt sichergestellt, dass das Abwasser weiterhin alle gesetzlichen Anforderungen erfüllt.
Für die Bauphase wurde ein provisorisches Pumpsystem installiert, um die Abwasserströme zu bewältigen. Zudem werden die Einlauföffnungen der Nachklärbecken erweitert und neue Leitbleche eingebaut, um die Effizienz zu steigern. Zwei moderne Schlammräumer, von denen jeder zwei Becken bedient, ersetzen die alten Aggregate und erhöhen die Zuverlässigkeit der Anlage.
Weitere Verbesserungen umfassen ein neues Belüftungssystem für die Kanäle, das eine gleichmäßigere Luftverteilung ermöglicht. Auch die Ablaufrinnen für das gereinigte Wasser werden abgedeckt, um Algenwachstum zu reduzieren und so die Reinigungsqualität insgesamt zu verbessern.
Das Projekt stellt eine bedeutende Investition in die Bottroper Wasserinfrastruktur dar. Nach Abschluss der Arbeiten wird das Klärwerk noch effizienter arbeiten und weiterhin alle Umweltstandards erfüllen. Die Emschergenossenschaft hat die Maßnahmen so geplant, dass es zu keinen Einschränkungen im Tagesbetrieb kommt.






