Zoll Aachen zieht 8.663 Euro Mautschulden von polnischem Transportunternehmen ein
Jonas SchmittZoll Aachen zieht 8.663 Euro Mautschulden von polnischem Transportunternehmen ein
Zollbeamte aus Aachen haben bei einer Routinekontrolle unbezahlte Mautgebühren in Höhe von 8.663,50 Euro bei einem polnischen Transportunternehmen eingezogen. Die Maßnahme erfolgte am 4. Juni 2025 am Rastplatz Rurscholle Nord auf der Autobahn A4 bei Düren. Die Behörden bestätigten, dass gegen das Unternehmen 48 offene Vollstreckungsbescheide wegen Mautverstößen vorlagen.
An der Aktion waren Beamte des Zollamts Aachen sowie des Hauptzollamts Köln beteiligt. Sie hatten das polnische Unternehmen ins Visier genommen, nachdem es wiederholt wegen Mautprellerei aufgefallen war. Das Bundesamt für Logistik und Mobilität (BALM) in Köln hatte das Unternehmen bereits gemeldet, da es immer wieder Logos von seinen Lkw entfernte, um einer Erkennung zu entgehen.
Der vollständige Betrag von 8.663,50 Euro wurde sofort beglichen. Erst im Mai 2025 war ein ähnlicher Fall aufgetreten, als ein bulgarisches Transportunternehmen mit ausstehenden Mautgebühren in der Nähe von Aachen angehalten worden war. Auch dieses Unternehmen hatte seine Schulden vor Ort per Kreditkarte beglichen.
Das Aachener Zollamt ist spezialisiert auf die Durchsetzung von Geldforderungen gegen ausländische Schuldner. Zwar ist die Behörde vor allem für die Beschlagnahmung großer Drogenlieferungen an den Grenzen zu Belgien und den Niederlanden bekannt, doch fallen auch Mautvergehen und andere Finanzdelikte in ihren Zuständigkeitsbereich.
Das polnische Transportunternehmen beglich die gesamte Summe während der Kontrolle. Die Zollbeamten überwachen weiterhin risikobehaftete Unternehmen, insbesondere solche, die Fahrzeugkennzeichnungen manipulieren, um Mautgebühren zu umgehen. Die Vollstreckungsmaßnahme unterstreicht die anhaltenden Bemühungen, ausstehende Gebühren von ausländischen Nutzern auf deutschen Straßen einzutreiben.






